Federer Special
Wimbledon
Federer in Wimbledon ausgeschieden
Roger Federer ist im Viertelfinal von Wimbledon ausgeschieden. Der Baselbieter unterlag dem Tschechen Tomas Berdych in 154 Minuten 4:6, 6:3, 1:6, 4:6 und verpasst erstmals seit 2002 den Final des Grand-Slam-Turniers in London.
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Es war ein bitterer Moment für Roger Federer, als der stark aufspielende Tomas Berdych (ATP 13) nach 154 Minuten seinen zweiten Matchball verwertete. Erstmals seit 8 Jahren - 2002 war er in der 1. Runde gescheitert - steht der Schweizer nicht im Final seines Lieblingsturnieres. Von 2003 bis 2007 sowie im Vorjahr triumphierte er an der Church Road, 2008 scheiterte er im Final.
Zudem steht Federer zum zweiten Mal hintereinander nicht in einem Halbfinal eines Grand-Slam-Turniers. Vor den French Open war ihm das 23 Mal in Folge gelungen.
Federers Ineffizienz bei Breakbällen
Federer agierte gegen Berdych ungewohnt ineffizient bei wichtigen Punkten: Trotz 8 Breakbällen gelang ihm nur ein Servicedurchbruch - zum 2:0 im zweiten Satz. Federer kontrollierte danach die Partie bis zum Beginn des dritten Satzes.
Ein schwaches Aufschlagspiel von Federer mit drei Eigenfehlern verschaffte aber dem Gegner wieder Oberwasser. Der Tscheche setzte sich in der Folge verdientermassen durch. Die Partie hätte auch eine andere Wendung nehmen können: Beim Stand von 3:2 im vierten Durchgang vergab der Baselbieter vier Breakmöglichkeiten.
Federer angeschlagen
«Das war ein frustrierendes Spiel», bilanzierte der enttäuschte Federer«ich habe furchtbar schlecht gespielt». Der Baselbieter war nicht zu hundertprozent fit. «Ich konnte nicht so spielen, wie ich wollte. Der Rücken hat geschmerzt und auch die Beine taten weh». Hinzu kam, dass Berdych sehr effizient agierte: «Immer, wenn er eine Chance hatte, hat er sie verwandelt», lobte Federer.
Berdych: «Kann es kaum glauben»
Berdych steht in Wimbledon vor seiner Halbfinal-Premiere. «Ich kann es kaum glauben. Hier gegen einen Champion zu spielen und ihn zu schlagen, das ist höchst erstaunlich», freute er sich. In der nächsten Runde trifft Berdych auf Novak Djokovic.
Federers Durststrecke
Die Durststrecke des Baselbieters seit dem Gewinn des 16. Grand-Slam-Titels im Januar in Australien geht weiter. Seit dem Triumph von Melbourne erreichte Federer bloss noch an drei von acht Turnieren die Halbfinals.
Nur noch Nummer 3
In der Weltrangliste wird Federer am Montag die 2. Position an Novak Djokovic verlieren - und damit erstmals seit dem 17. November 2003 nicht mehr in den Top 2 vertreten sein. Der Rückstand auf die Nummer 1 Rafael Nadal wird um mindestens 2000 Punkte anwachsen. Federer wird frühestens im Oktober wieder die Chance erhalten, die Nummer 1 zurückzuerobern.
(mos/si)
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