WM 2010 Südafrika
Fehlentscheide
Kehrtwende von Sepp Blatter
FIFA-Präsident Joseph Blatter reagiert nach den krassen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen bei der WM auf die Forderung nach dem Videobeweis. Der Fussball-Weltverband wolle seine Haltung zu dieser Thematik überdenken.
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Der Walliser FIFA-Boss schliesst die Einführung von technischen Hilfsmitteln im Fussball nicht mehr aus. «Es wäre unsinnig, sich darüber keine Gedanken zu machen. Wir müssen dieses Thema wieder diskutieren», sagte Blatter am Dienstag in Johannesburg.
Gespräch Mitte Juli
Ein erstes Gespräch mit den Mitgliedern des International Football Association Boards (IFAB) soll es bei einem Meeting Mitte Juli in Cardiff geben. Für die WM schloss Blatter eine Regeländerung aus. «Wir können nicht für zehn Spiele etwas ändern», sagte der 74-Jährige.
Blatter entschuldigte sich zudem bei den betroffenen Teams aus England und Mexiko für die schlechten Schiedsrichter-Leistungen: «Ich habe ihnen gesagt: Es tut mir leid, was geschehen ist.»
Der IFAB
Der International Football Association Board (IFAB) ist ein achtköpfiges Gremium. Seine primäre Aufgabe ist es, über die Spielregeln zu wachen und Änderungen zu beschliessen. Das Board setzt sich aus vier FIFA-Mitgliedern sowie aus traditionellen Gründen aus je einem Vertreter aus Enland, Wales, Schottland und Nordirland zusammen.
Der IFAB tagt einmal pro Jahr – letztmals am 6. März 2010. Um eine Regeländerung durchzusetzen, ist eine Mehrheit von 6 Stimmen nötig. Da die Vertreter der FIFA nur en bloc abstimmen, können Anpassungen im Regelwerk nur mit ihrer Zustimmung vollzogen werden.
(Agenturen/rek)
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