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WM 2010 Südafrika

Gruppe H

Die Schweiz ist ausgeschieden!

Freitag, 25. Juni 2010, 20:18 Uhr, Aktualisiert 23:06 Uhr

Für die Schweizer Nationalmannschaft ist die WM 2010 in Südafrika nach einer Nullnummer gegen Honduras zu Ende. Im Achtelfinal stehen Spanien und Chile.

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Die Schweizer waren gegen Honduras in der Offensive bei weitem zu harmlos, um den geforderten Sieg mit zwei Toren Differenz sicher zu stellen. Mit nur einem Tor in drei WM-Spielen hat die Schweiz die Achtelfinal-Quali nicht verdient.

Spanien besiegte Chile 2:1 und holte vor den Südamerikanern Platz 1.

Schweiz offensiv zu harmlos

Das Team von Ottmar Hitzfeld war gegen Honduras zwar über weite Strecken dominierend, erarbeitete sich jedoch zu wenig zwingende Torgelegenheiten. Inler verfehlte das Tor nach 11 Minuten mit einem Flachschuss aus 16 Metern. Wenig später setzte Derdiyok einen Kopfball daneben. Die beste Schweizer Möglichkeit besass Nkufo kurz vor der Pause. Wenige Meter vor der Linie nahm er den Ball mit der Brust an und liess ihn abtropfen.

Dem Schweizer Angriff fehlte die Kreativität und das Tempo. Im Spielaufbau unterliefen den Schweizern zu viele Fehler. In der zweiten Hälfte brachten die eingewechselten Yakin, Frei und Shaqiri etwas mehr Schwung. Der erlösende Treffer wollte aber nicht fallen. Frei verpasste in der 74. Minute mit der Fussspitze knapp.

Auf der anderen Seite tauchten die Honduraner mit Kontern immer wieder gefährlich vor Benaglio auf. Der Schweizer Keeper zeigte aber auch im letzten Spiel an dieser WM eine tadellose Leistung und liess keinen Gegentreffer zu.

Spanien geschlagen - und doch ausgeschieden

So sensationell die WM für die Schweiz begonnen hatte, so bitter endete sie. «Wir schlagen Spanien, und doch reicht es nicht. Das darf nicht passieren!», meinte Verteidiger Grichting nach dem Schlusspfiff.

«Wir haben die Leistung nicht gebracht, die es braucht, um in die Achtelfinals einzuziehen», bilanzierte Ottmar Hitzfeld. Der Schweizer Coach fügte an, dass die Ausgangslage, mit zwei Toren gewinnen zu müssen, eine hohe Hypothek gewesen sei. Der Match gegen Chile sei entscheidend gewesen, so Hitzfeld.

Deutlich wurde auch Hakan Yakin: «Es war nicht so, dass uns einfach das Glück fehlte. Wir scheiterten an unserem eigenen Unvermögen.» Der offensive Mittelfeldspieler beklagte die mangelnde Kaltblütigkeit im Abschluss. «Der Honduras-Hüter musste nichtmal gross eingreifen. Wir waren im Strafraum schlichtweg ungenügend.»

Spanien ging gegen Chile nach 24 Minuten durch einen kuriosen Treffer in Führung: Chile-Keeper Bravo war weit aus dem Tor geeilt und befreite den Ball. Dieser flog zu Villa und der traf aus 45 Metern ins verlassene Tor. 13 Minuten später doppelte Iniesta nach schöner Kombination zum 2:0 nach.

Die Chilenen, die nun ihren Achtelfinal-Platz zu verlieren drohten, konnten nach 47 Minuten durch den eingewechselten Millar zum 1:2 verkürzen. Piqué lenkte seinen Schuss für Casillas unhaltbar ab. Das lange Zeit animierte Spiel verkam in der Schlussphase zum öden Ballgeschiebe - beide Teams waren über den Stand in der Schweizer Partie informiert und gingen keine Risiken ein.

(gaf)