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WM 2010 Südafrika

Nach Schweiz-Spanien

Schweiz liefert Stoff für Träume

Stephan Felder, Vanderbijlpark
Donnerstag, 17. Juni 2010, 12:47 Uhr

Die Schweiz hat mit dem 1:0-Sieg über Spanien Geschichte geschrieben. Die WM ist aus Schweizer Sicht so richtig lanciert, die Ausgangslage für die weitere Gruppenphase hervorragend. Auch wenn die Nati noch nichts gewonnen hat: Der Schweizer Auftakt lädt zum Träumen ein.

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Die Schweiz hat mit dem Auftaktsieg über Europameister Spanien zweifelsfrei Geschichte geschrieben. Das Team von Ottmar Hitzfeld hat aber noch viel mehr erreicht: Der Schweizer Fussball wird im Ausland nicht nur registriert, sondern nun auch ernst genommen. Und: Die Nati-Cracks wissen nun, dass sie taktisch hervorragend eingestellt jeden Gegner schlagen können.

«Wir müssen nüchtern bleiben»

Mit diesem Wissen und dem stark gestiegenen Selbstvertrauen wird die Schweiz zuversichtlich in die beiden weiteren Gruppenspiele gegen Chile und Honduras steigen können. Dort braucht das Hitzfeld-Team weitere Punkte, um in die Achtelfinals einzuziehen. Im schlechtesten Fall könnten sogar 6 Zähler nicht fürs Weiterkommen reichen.

Deshalb hat trotz aller Freude Recht, wer wie Captain Gökhan Inler meint: «Wir haben noch nichts erreicht.» Und wer wie Diego Benaglio, der sich mit seiner Leistung endgültig in die Reihen der weltbesten Torhüter einreiht, sagt: «Wir müssen nüchtern bleiben. Die drei Punkte helfen uns nur etwas, wenn wir auch nachlegen.»

Schlüsselspiel gegen Chile

Zum Schlüssel wird, wie schon vor der WM erwartet, das Spiel vom Montag gegen Chile. Holt die Schweiz gegen die Südamerikaner mindestens einen Punkt, liegt sogar der Gruppensieg in Griffnähe. Bei einer Niederlage ist das Out in der Vorrunde möglich, weil Chile dann schon auf 6 Punkte käme und auch Spanien noch 6 Zähler holen kann.

Klar ist: Hitzfeld wird die Schweiz auch gegen Chile taktisch wieder perfekt einstellen. In den kommenden Tagen wird der Coach einige Fragen klären müssen: Hat Alex Frei einen Platz in diesem Team, wenn er am Montag wieder zur Verfügung stehen sollte? Wie verhält es sich bei Valon Behrami? Und, wohl noch wichtiger als die Personalfragen: Ist die gegen Spanien so erfolgreiche Defensivtaktik auch gegen Chile das richtige Rezept?

Hitzfeld wird sich diesen Fragen in den nächsten Tagen annehmen. Für die Schweizer Fans gilt: Mit diesem Trainer und diesem leidenschaftlichen Team ist an der WM in Südafrika sehr viel möglich. Die Nati lieferte am Mittwoch den Stoff, aus dem die Träume sind.