WM 2010 Südafrika
Gruppe B
Gaucho-Gala trotz starkem Südkorea
Argentinien gegen Südkorea erinnerte in vielem ans Spiel Spanien gegen die Schweiz, nur dass diesmal der Favorit den Verteidigungsriegel knacken konnte: Higuain traf dreimal beim 4:1 für die Südamerikaner.
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Südkorea machte eigentlich dort weiter, wo die Schweiz gegen Spanien aufgehört hatte. Die Asiaten zeigten in defensiver Hinsicht von Beginn an eine unglaublich disziplinierte Leistung. Die Argentinier blieben Mal für Mal im engmaschigen Abwehrnetz der Roten hängen. Aber Messi und Co. präsentierten nichtsdestotrotz in bester Spiellaune und mussten von Südkorea oft mit Fouls gestoppt werden. Es resultierten einige Freistösse aus guter Position.
Zwei Treffer nach Standards
Aus einem solchen resultierten dann auch die ersten beiden Treffer: In der 16. Minute zirkelte Messi den Ball in den Strafraum, wo er vom Bein Park Chu-Youngs ins Tor prallte. Beim 2:0 flankte Veron-Ersatz Maxi Rodriguez via Burdisso auf den Kopf von Higuain, der für das erste Stürmertor Argentiniens an dieser WM besorgt war. Eigentlich beides nur Betriebsunfälle im ansonsten soliden Defensivspiel der Südkoreaner.
Samuel verletzt, Anschlusstreffer für Südkorea
Argentinien hatte in der ersten Halbzeit ebenfalls zwei Dämpfer einzustecken: Nach 23 Minuten verletzte sich Abwehrchef Walter Samuel, Nicolas Burdisso ersetzte ihn. Kurz vor der Pause gelang dann den nimmermüden Südkoreanern gar noch der Anschlusstreffer: Nach einem kapitalen Abwehrfehler von Martin Demichelis waren die Asiaten plötzlich wieder im Spiel. Der Bayern-Verteidiger sah Lee Chung Yong nicht kommen und liess sich den Ball abluchsen.
Auch nach dem Wechsel spielten die Südkoreaner forsch auf und hätte Yeom Ki-Hun nach knapp einer Stunde die grosse Ausgleichschance wahrgenommen, hätte das Spiel vielleicht eine andere Wendung genommen.
Gala in den Schlussminuten
So aber setzten die Gauchos doch noch zur Kür an. Messi zog nach 76 Minuten unwiderstehlich an seinem Gegenspieler vorbei und traf erst den Goalie und dann den Pfosten. Den Nachschuss verwertete Higuain mühelos – allerdings aus Offside-Position. Das 4:1 war dann ein einziges Gedicht. Messi, umringt von vier Gegenspielern, lupft den Ball zu Agüero, der flankt direkt mit dem Aussenrist in die Mitte, wo wiederum Higuain steht und einnickt.
(mum)


