Tennis
French Open
Federer scheitert an bärenstarkem Söderling
Die French Open sind für Vorjahressieger Roger Federer vorbei. Die Weltnummer 1 unterlag im Viertelfinal dem Schweden Robin Söderling in vier Sätzen mit 6:3, 3:6, 5:7 und 4:6. Damit schied Federer erstmals seit 6 Jahren an einem Major-Turnier vor dem Halbfinal aus.
Artikel bewerten
Artikel teilen
12:0 Siege, 30:2 Satzgewinne – vor dem Duell zwischen Roger Federer und Robin Söderling sprach alles für die Weltnummer 1. Noch nie konnte Söderling eine Partie gegen Federer gewinnen. Jetzt, ein Jahr nach seiner Finalniederlage gegen eben diesen Federer, gelang dem Schweden die eindrückliche Revanche. Nach 2:30 Stunden hatte sich Söderling in 4 Sätzen verdientermassen durchgesetzt.
Damit nahm für Federer die stolze Serie von 23 Halbfinals an Grand-Slam-Turniern in Folge ein Ende. Seit Wimbledon 2004 hatte der Baselbieter immer die Runde der letzten Vier erreicht.
Starker Beginn von Federer
Begonnen hatte die Partie nach dem Gusto von Federer. Dem Schweizer gelangen im ersten Satz optimale Service-Spiele. Bei 22 eigenen Aufschlägen punktete Federer 20 Mal. Die Entscheidung fiel mit dem Break zum 5:3. Nach gut einer halben Stunde war der erste Umgang (6:3) im Trockenen.
Söderling im Rausch
Doch dann kam die überzeugende Antwort von Söderling. Zunächst konnte Federer im ersten Game des zweiten Satzes eine Breakchance nicht nutzen. Kurz darauf gelang dem 25-jährigen Schweden der Service-Durchbruch zum 2:0. Davon konnte sich der Weltranglisten-Erste nicht mehr erholen, zu präzise agierte Söderling in den Grundlinien-Duellen.
Im dritten Satz verlief alles wieder ausgeglichener, bis beim Stand von 5:5 eine 70-minütige Regenunterbrechung folgte. Nach Wiederaufnahme war es Söderling, der Federer gleich breaken konnte und im Anschluss den Satz mit 7:5 nach Hause brachte.
Federer der Verzweiflung nahe
Im vierten Satz wehrte sich Federer so gut es ging, doch der schlaggewaltige Schwede dominierte die Partie beinahe nach Belieben. Sobald sich die Ballwechsel in die Länge zogen, übernahm Söderling die Kontrolle und hämmerte, meist mit seiner Vorhand, die Filzbälle mit guter Länge ins Feld. Federer war gewillt, mit Spielwitz dagegen zu halten, doch meistens kam er schlicht nicht dazu. Das Break zum 5:4 war die Entscheidung.
Die Niederlage könnte für Federer Folgen in Bezug auf die Führung in der ATP-Weltrangliste haben. Wenn Rafael Nadal am Sonntag am Bois de Boulogne triumphiert, wird der Spanier Federer als Nummer 1 ablösen. Damit würde Federer auch den Nummer-1-Rekord von Pete Sampras (286 Wochen) vorderhand verpassen.
Berdych zweiter Halbfinalist
Im zweiten Viertelfinal des Tages setzte sich der an Nummer 15 gesetzte Tomas Berdych (Tsch) gegen Michail Juschni (Russ) diskussionslos mit 6:3, 6:1 und 6:2 durch. Berdych blieb damit auch in seinem 5. Spiel an den diesjährigen French Open ohne Satzverlust. Am Freitag trifft er im Halbfinal auf Federer-Bezwinger Söderling.
Nadal spielt seinen Viertelfinal erst am Mittwoch. Die spanische Weltnummer 2 trifft auf Landsmann Nicolas Almagro.
(jäg)
Meldungen im Tagesverlauf
- Unfaire IV-Gutachter in der Kritik
- Jetzt im Livestream: Eurovision-Halbfinal mit Sinplus
- Neue Raumfahrt-Ära: Die Schweiz will mitmischen
- Chiudinelli in Paris gescheitert
- Pensionskassen zapfen Reserven an
- Trübe Aussichten für den Sommer-Tourismus
- Wohnungssuche: So bewerben Sie sich richtig
- Vermieter duldet kein hyperaktives Kind
- Vorsicht bei Haarentfernung mit Laser
- Nachhaltig enthaart mit Blitzlicht-Epilierern
- Günstiger mit Prepaid-Daten-Abo im Ausland
- Handy-Abzocke: Schweizer im Nachteil
- Ständerats-Kommission: Keine Anzeigen mehr gegen Kiffer
- Steuern: Neuenburger arbeiten am längsten für den Staat
- Hinter «griechischer Katastrophe» steckt viel Kalkül
- Euro-Krise bedrängt Frankenkurs





