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WM

Eishockey-Nati zurück auf dem Boden der Realität

Freitag, 21. Mai 2010, 10:25 Uhr

Der Frust über das Ausscheiden der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft sitzt tief. Die Schweiz steht auch unter dem neuen Coach wieder da, wo sie fast immer stand. Oder doch nicht?

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Eishockey-Nati zurück auf dem Boden der Realität

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In einem sind sich alle einig: Nie in den letzten zwölf Jahren war die Chance für die Schweiz so gross, wieder in einem WM-Halbfinal dabei zu sein.

Die schmerzhafteste aller Viertelfinal-Niederlagen

«Nie war der Gegner so schwach wie Deutschland gestern», schreibt beispielsweise die Neue Luzerner Zeitung und spricht von einem «unverständlichen Versagen der Schweizer.» Das 0:1 gegen den Gastgeber betitelt der Blick gar als schmerzhafter als jede Viertelfinalniederlage der «Ära Krüeger».

Die Eishockey-Journalisten der grossen Schweizer Zeitungen betonen aber durchwegs auch die positiven Aspekte dieser WM. «Ende mies - Vieles gut», meint der Blick . Man sei der Weltspitze beim ersten Turnier unter Sean Simpson ein bisschen näher gekommen.

Frischer Wind unter Simpson

Es herrsche eine neuer Wind im Nationalteam, der Trainerwechsel habe befreiend gewirkt, schreibt die Basler Zeitung. Die Berner Zeitung ist gar der Meinung, die Schweiz habe sich «mit der namhaften Konkurrenz auch in spielerischer, offensiver Hinsicht auf Augenhöhe» bewegt.

Die zwei Erfolge gegen die grossen Eishockey-Nationen Tschechien und Kanada sowie der erfrischende neue Spielstil unter Simpson lassen viele auf eine rosige Zukunft hoffen. «Die Medaille ist nur eine Frage der Zeit», schreibt beispielweise der Blick .

Der Einbruch nach den Exploits

Ist die Schweiz den grossen Nationen tatsächlich einen Schritt näher gekommen? Die Siege in der Vorrunde gegen Kanada und Tschechien mögen historisch und verdient gewesen sein.

Grosse Mannschaften zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass sie sich im Laufe eines Turniers steigern können. Das Gegenteil war bei der Schweiz der Fall. Der offensivere Stil von Sean Simpson machte sich in der ersten Phase des Turniers bezahlt. Nach den Exploits gegen Kanada und Tschechien brachten die «Eisgenossen» in drei Spielen gerade mal zwei Treffer zustande, nichts war mehr da vom Offensiv-Zauber.

Zurück auf dem Boden der Realität

Die Niederlage gegen Norwegen beendete den Lauf der Schweizer jäh und holte sie auf den Boden der Realität zurück. Das Spiel gegen Schweden zeigte die tatsächlichen Stärke-Verhältnisse schonungslos auf. Und das Out gegen Deutschland rief in Erinnerung, dass Siege gegen die «kleinen» Eishockey-Nationen nach wie vor keine Selbstverständlichkeit sind.

So steht die Schweiz wieder mal da, wo sie nach Weltmeisterschaften meistens steht. Oder, wie die Basler Zeitung nüchtern analysiert: «Es wird für die Schweizer weiterhin primär darum gehen, sich gegen die kleineren Nationen schadlos zu halten.»

(gaf)

Kommentare aktiv...

K. Wirz, Wilchingen
(Waastl12 Mann)
Verfasst am: 21.5.2010 12:31

Ach diese Medien!!

Was die sog. Sportredaktoren der Zeitungen immer... mehr

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