Eishockey
Reaktionen nach Kanada-Schweiz
Kanadische Sorgen und Lob für Schweizer Nati
Die 1:4-Niederlage Kanadas gegen die Schweiz hat im Mutterland des Eishockeys Besorgnis, aber noch keine Panik ausgelöst. Dem Team von Sean Simpson erwiesen die kanadischen Medien ihren Respekt.
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Gewiss, die WM in Deutschland hat aus kanadischer Perspektive nicht den höchsten Stellenwert. Der Sieg der Montreal Canadiens in den NHL-Playoffs über die Pittsburgh Penguins löste die grösseren Schlagzeilen aus.
Ganz aus den Augen verloren haben die kanadischen Medien ihre «Ahornblätter» aber nicht. Und so gab es einige harsche Kommentare nach der deutlichen Niederlage am Mittwoch gegen die Schweiz.
«Noch viel Arbeit»
Das Spiel stelle einen «ernsthaften Weckruf» dar, schrieb die Agentur Canadian Press . Die Kanadier hätten ihren Rhythmus noch immer nicht gefunden und oft nachlässig gespielt. Bis zur K.o.-Phase gebe es «noch viel Arbeit».
Canwest News erinnerte an den knappen kanadischen Sieg an Olympia und schrieb: «Ein selbstsicheres Schweizer Team dominierte eine jüngere, schwächer und zunehmend ungesunde Version des Teams Kanada an der WM.»
Sorgen macht den Medien auch die Verletzung von Jungstar Steve Stamkos, der nach 10 Minuten in die Kabine musste und im letzten Drittel nicht mehr auf dem Eis stand. Die Tatsache, dass Kanada danach nicht mehr vier komplette Blöcke einsetzen konnte, hätten die Schweizer ausgenützt.
Für die «aggressiven, schnellen» Schweizer hatten die Online-Ausgaben der Zeitungen nur Lob: In der Diskussion, ob sich auf internationalem Niveau die Stärke-Verhältnisse anglichen, habe die Equipe von Sean Simpson «ein ziemlich starkes Statement» abgegeben, meinte die Canadian Press. Die Schweiz habe mit organisiertem Defensiv-Spiel überzeugt.
Mit leichtem Bedauern vermerkte NHL.com , dass es sich um die erste WM-Niederlage Kanadas gegen die Schweiz in 76 Jahren handle, und listete die Bilanz vor dem Spiel auf: 22 Siege, 2 Unentschieden, 143:29 Tore.
(boe)
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