Leichtathletik
Luzerner Stadtlauf
Röthlin mit guter Leistung in Luzern
Viktor Röthlin hat den Luzerner Stadtlauf im guten 10. Rang beendet. Den Sieg sicherte sich wie im Vorjahr der Kenianer Stanley Salil.
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Röthlin bestritt seinen zweiten Wettkampf in diesem Jahr nach dem Kerzerslauf im März, den er ebenfalls als Zehnter beendet hatte. Damals war er über 15 km einen Schnitt von 3:14 Minuten pro Kilometer gelaufen, auf der 8,7 km langen Strecke in Luzern benötigte er durchschnittich 3:01 pro Kilometer. «Das ist das, was ich erwartet habe», sagte Röthlin. Deshalb bezeichnete er den Wettkampf als «sehr zufriedenstellend».
«Gefühl war genial»
Der Olympia-Sechste im Marathon teilte das Rennen sehr gut ein. Auf dem letzten Drittel der Strecke vermochte er noch ein paar Plätze gutzumachen. In Luzern sei es für ihn wegen des Publikums schwierig, nicht zu euphorisch zu starten. Er sei jedoch sein Rennen gelaufen. «Der Rang ist sekundär. Die Zeit und das Gefühl unterwegs waren genial, und das ist entscheidend auf dem Weg nach Barcelona», erklärte Röthlin, der 63 Sekunden auf den Sieger verlor.
In Vergleich zu seinem letzten Start in Luzern vor zwei Jahren war er um 33 Sekunden langsamer. Die Zeiten sind jedoch nicht vergleichbar, da der Schweizer Rekordhalter im Marathon seither zwei Lungenembolien erlitten hatte und sich im vergangenen November an der rechten Ferse operieren lassen musste.
Zwischenschritt auf dem Weg zur EM
«Ich hoffe, dass ich nie mehr solche Voraussetzungen habe, wenn ich in Luzern laufe», so Röthlin. «Ich weiss, dass der Weg bis Barcelona noch weit ist. Das ist aber wieder so ein Zwischenschritt, der mir zeigt, dass ich an der EM ein Chance habe, wenn ich so weiterkomme wie in den letzten Wochen und Monaten. Ich will aber auch vernünftig bleiben. Wenn ich merke, dass es nicht reicht, dann fasse ich lieber einen Herbst-Marathon ins Auge». Er wolle heuer einfach einen Marathon laufen nach dem Totalausfall im letzten Jahr.
Zunächst reist Röthlin am nächsten Samstag jedoch einmal für zwei Wochen nach Spanien, wo er eine Laufwoche leitet. Am Morgen wird er dort jeweils seine qualitativen Einheiten absolvieren. Am 22. Mai steht beim GP Bern sein nächster Start auf dem Programm, worauf er sich entscheiden will, ob er an der EM teilnimmt.
(si/walt)
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