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Vancouver 2010

Todesfall

Rodel-Weltverband: «Tod war Unglücksfall»

Montag, 19. April 2010, 17:27 Uhr

Die Untersuchungs-Akte Nodar Kumaritaschwili ist endgültig geschlossen. Laut dem Rodel-Weltverband gibt es keinen Schuldigen am Tod des georgischen Rodlers in Vancouver. Das IOC will nun alle Sportarten auf ihre Sicherheit überprüfen.

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66 Tage nach dem tödlichen Sturz von Rodler Nodar Kumaritaschwili im Eiskanal von Whistler hat der Rodel-Weltverband FIL einen Bericht veröffentlicht. Darin kommt er zum Schluss, dass es sich beim Sturz des Georgiers um einen unvorhersehbaren Unglücksfall handle. «Nach einer tiefgehenden Analyse sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass kein einzelner Grund, sondern eine komplexe Serie von wechselseitigen Ereignissen zu dieser Tragödie geführt hat», sagte FIL-Generalsekretär Svein Romstad.

Schlussfolgerungen gezogen

Die Unglücksfahrt sei detailliert rekonstruiert, die unmittelbar nach dem Unfall getroffenen Entscheidungen seien beschrieben und die Schlussfolgerungen aus dem Unglücksfall gezogen worden. «Die FIL ist entschlossen, alles zu tun, damit so eine Tragödie nicht wieder eintritt», heisst es zum Abschluss des Berichts.

Bahn wurde vor Olympia verlangsamt

Der georgische Rodler war wenige Stunden vor der Eröffnung der Olympischen Spiele von Vancouver im Training aus der Bahn geschleudert und tödlich verletzt worden. Mit einer Geschwindigkeit von 144 Stundenkilometern prallte Kumaritaschwili gegen einen Stahlträger.

Die Bahn sollte laut Rodel-Weltpräsident Josef Fendt nur eine Geschwindigkeit von 137 km/h zulassen. Sie war nach seinen Worten vor Olympia jedoch «um fast 20 Stundenkilometer schneller». Daraufhin habe die FIL den Kurs noch in einigen
Passagen verlangsamt.

IOC will alle Sportarten überprüfen

Als Reaktion auf den Abschlussbericht der FIL hat das IOC am Montag angekündigt, alle olympischen Sportarten auf ihre Sicherheitsstandards zu überprüfen.

(Agenturen/walt)