Eishockey
Playoff-Final
Der SC Bern erkämpft sich den ersten Matchpuck
Der SC Bern steht vor dem ersten Meistertitel seit 2004. Die Berner gewannen in Genf Spiel 4 des Playoff-Finals mit 4:3 nach Verlängerung und führen in der Serie mit 3:1. In der Liga-Qualifikation konnte Lausanne gegen Biel ausgleichen.
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Auch die zweite Verlängerung im Playoff-Final konnte der SC Bern damit für sich entscheiden. In Spiel 1 fiel der goldene Treffer nach 69, im vierten Duell bereits nach 53 Sekunden - auch dieses Mal hiess der Torschütze Ivo Rüthemann.
Am Ursprung des Sieg-Treffers lag ein Puck-Verlust von Genfs Verteidiger Marek Malik. Caryl Neuenschwander luchste dem Slowaken in der neutralen Zone die Scheibe weg, passte in die Mitte, wo Rüthemann den Puck in die Maschen setzte. «Der Sieg geht in Ordnung, aber wir hätten auch verlieren können», meinte Rüthemann und gab die Marschroute für den Dienstag vor: «Jetzt wollen wir den vierten Sieg.»
Déruns mit Zauber-Tor
Bern führt nun in der Serie mit 3:1 und kann am Dienstag zuhause erstmals seit 6 Jahren Schweizer Meister werden. Höhepunkt in Spiel 4 war der sensationelle Treffer von Genfs Thomas Déruns in der 43. Minute zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung. Hinter dem Berner Tor stehend, spedierte der Nati-Crack die Scheibe auf seine Stockschaufel und legte sie über Marco Bührers Schulter ins Tor - eine Augenweide, die allein das Eintrittsgeld wert war.
Die Berner zeigten sich ob dem Wahnsinns-Tor nicht geschockt. Im Gegenteil, es folgte die beste Phase des SCB. In der 50. Minute konnte Brett McLean eine scharfe Hereingabe von Travis Roche zum 3:3 verwerten. Roche war es auch, der 8 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit alleine vor Genfs Torhüter Tobias Stephan die Entscheidung vergab; Malik rette für seinen geschlagenen Keeper auf der Torlinie.
In Drittel 1 und 2 konnte Genf zweimal einen Eintore-Rückstand ausgleichen. Zunächst traf Juraj Kolnik backhand zum 1:1, nachdem Martin Plüss mit einem Direktschuss erfolgreich gewesen war. Bei beiden Treffern gaben die Torhüter eine unvorteilhafte Figur ab. Auch die erneute Führung durch Simon Gamache (23.) konnte das Heimteam egalisieren: Déruns traf in der 37. Minute zum 2:2.
Lausanne gleicht Serie aus
Nach einem 0:2-Rückstand hat NLB-Meister Lausanne in der Liga-Qualifikation gegen Biel zum 2:2 ausgleichen können. Die Waadtländer siegten zuhause auf souveräne Art und Weise mit 4:0.
Innerhalb von 5 Minuten sorgte Lausanne in der ausverkauften Malley frühzeitig für klare Verhältnisse. Topskorer Alain Miéville und Marvin Frunz verschafften dem Heimteam bis zur 16. Minute eine 2:0-Führung. Auch im zweiten und dritten Drittel fand Biel nie ins Spiel und musste etliche Druckphasen überstehen. Alexandre Tremblay machte mit seinen beiden Toren zum 3:0 (26.) und 4:0 (56.) alles klar.
An die 3:8-Demütigung beim letzten Auftritt in der Malley erinnerte nichts mehr. Lausanne hat den Fehlstart zur Liga-Qualifikation korrigiert. Das 5:1 in Biel war offenbar der erste Schritt zur Trendwende. Nun folgte eine zweite Lausanner Demonstration der Stärke.
(jäg)
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