Eishockey
NLA
Ungefährdeter SCB-Sieg gegen Genf
Der SC Bern hat im Playoff-Final gegen Genf-Servette wieder vorgelegt. Die Berner gewannen die 3. Partie verdient mit 6:2 und liegen in der Serie mit 2:1 in Front.
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Die Berner zeigten in einer emotional geführten Partie eine kontrollierte Leistung. Die Vorentscheidung zugunsten des Heimteams fiel kurz nach Spielmitte, als Travis Roche (31. Minute) und Christian Dubé (36.) von 4:2 auf 6:2 erhöhten.
Eine entscheidende Rolle nahmen die «Special Teams» ein. Vier Berner Treffer und beide Genfer Tore fielen jeweils in Überzahl.
Genf mit starkem Start
Genf war die Partie furios angegangen. Thomas Déruns überraschte nach 4 Minuten SCB-Keeper Marco Bührer mit einem Backhand-Schuss in Überzahl und brachte die Gäste in Führung. Diese wurden etwas übermütig, Bern zeigte eine starke Reaktion und nutzte die Fehler des Gegners resolut aus. «Der Start war uns nicht ganz geglückt», analysierte der Berner Ivo Rüthemann, «aber danach konnten wir ein sehr hohes Tempo gehen und somit Druck aufbauen.»
Berner Reaktion im 1. Drittel
Nach 5 Minuten verhinderte der Genfer Jonathan Mercier ein Berner Tor mit der Hand. Dubé scheiterte beim fälligen Penalty an Servette-Keeper Tobias Stephan. Doch im folgenden Überzahlspiel war Brett McLean mit einem Ablenker zum 1:1 erfolgreich. In der 12. Minute ging der SCB dank einem Doppelschlag mit zwei Toren in Führung: Zunächst profitierte McLean von einem Puckverlust von Morris Trachsler in der eigenen Zone und liess Stephan schön aussteigen. Für das 3:1 sorgte Etienne Froidevaux im Nachschuss.
Genf mit kurzem Aufbäumen
In der 36. Minute erhöhte das Team von Larry Huras auf 4:1. Simon Gamache lenkte einen Schuss von Roman Josi im Powerplay ab. Genfs Trainer Chris McSorley nahm daraufhin sein Time-Out. Und dies schien seine Wirkung nicht zu verfehlen: Tony Salmelainen war nach schöner Vorarbeit von Goran Bezina erfolgreich. Auch dieser Treffer fiel in Überzahl.
Doch der SCB vermochte auch auf dieses Tor zu reagieren. Travis Roche bezwang Tobias Stephan kurz nach Spielmitte mit einem Handgelenkschuss von der blauen Linie, Christian Dubé erhöhte nach 36 Minuten schliesslich auf 6:2.
Strafen-Festival zum Schluss
Im Schlussdrittel konnten die Genfer nicht mehr zulegen und es fielen keine Tore mehr. Bern schaukelte das Spiel problemlos nach Hause. Einzig Provokationen, Rangeleien und persönliche Abrechnugen sorgten für Emotionen: Ein Strafen-Festival war das Resultat. Der Berner Caryl Neuenschwander musste frühzeitig unter die Dusche. Mit Daniel Vukovic, Jonathan Mercier und Juraj Kolnik kassierten gleich drei Genfer eine 10-Minuten-Strafe.
Liga-Qualifikation: Debakel für Biel
NLB-Meister Lausanne hat sich im Kampf um den letzten NLA-Platz zurückgemeldet. Das Team von John van Boxmeer gewann in Biel völlig ungefährdet mit 5:1 und verkürzte in der Liga-Qualifikation auf 1:2.
Lausanne gelang dank dem Doppelschlag von Alain Miéville (5. Minute) und Jonathan Roy (7.) ein Auftakt nach Mass. Biel war sichtlich geschockt und erholte sich nie von diesem Kaltstart. Lausanne hingegen setzte zum Schaulaufen an und schoss sich den Frust der ersten beiden verlorenen Partien von der Seele. Jérémy Gailland, Miéville und Marvin Frunz trafen zum zwischenzeitlichen 5:0. Biels Ehrentreffer gelang Kevin Lötscher.
(mos)
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