Eishockey
Playoff-Final
Genf gleicht den Playoff-Final aus
Genf hat mit einem knappen 5:4-Heimsieg den Playoff-Final wieder ausgeglichen und Bern damit im zehnten Spiel die erste Niederlage beigefügt. In der Liga-Qualifikation kam Biel in Lausanne zum zweiten Sieg.
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Beide Teams starteten forsch in die Partie und spielten mit Zug auf das gegnerische Tor. Nach vier Minuten schnappte sich Genf-Topskorer Tony Salmelainen von Goalie Marco Bührer die Scheibe und traf zum 1:0.
Kurz vor und nach der Pause erhöhten Juraj Kolnik und Thomas Déruns für den Gastgeber auf 3:0 - die Partie schien dank der besseren Genfer Effizienz vorentschieden.
Berns starkes zweites Drittel
Dann aber drehte Bern mächtig auf und schnürte Genf minutenlang in dessen Drittel ein. Genf-Trainer Chris McSorley hatte genug gesehen und nahm bereits in der 27. Minute ein Timeout.
Es nützte aber nichts, der Qualisieger drückte weiter aufs Tempo und verkürzte folgerichtig dank Pascal Berger und Jean-Pierre Vigier auf 2:3. Die Partie war damit noch vor dem 3. Drittel wieder offen.
Verrückte Schlussphase mit vier Toren
Ein Genfer Doppelschlag durch Daniel Rubin und Florian Conz stellte rund sechs Minuten vor dem Ende den alten Dreitore-Abstand wieder her. Die Partie schien erneut entschieden, aber Bern reagierte ein weiteres Mal: Beat Gerber in Überzahl und Vigier mit seinem zweiten Treffer brachten Bern noch einmal heran, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.
Huras: «mindestens drei Geschenke gemacht»
Nach der ersten Niederlage in den diesjährigen Playoffs war SCB-Coach Larry Huras sauer: «Wir haben heute mindestens drei Geschenke gemacht. Mehr als in allen anderen Playoff-Spielen zusammen». Es werde bis zum nächsten Spiel viel zu analysieren geben, so Huras weiter.
Auf Genfer Seite schaute man ebenfalls schon voraus auf das nächste Duell am Donnerstag: «Wir haben in der Quali gezeigt, dass wir auch in Bern gewinnen können», meinte Daniel Rubin.
Zweiter Sieg für Biel
Der EHC Biel nähert sich mit grossen Schritten Richtung Klassenerhalt. Die Seeländer gewannen auch das zweite Spiel der Liga-Qualifikation und benötigen zwei weitere Siege, um die dritte Saison in Serie in der NLA zu bestreiten.
Beim 8:3 in Lausanne war die Partie bei Spielmitte und dem Zwischenskore von 7:1 entschieden. Das Team von Ex-SCB-Trainer John van Boxmeer erlebte vor über 8000 Zuschauern ein regelrechtes Debakel - der Klassenunterschied war deutlich zu sehen.
Bissiger Gamache
Zu einem eigenartigen Foul liess sich der Berner Simon Gamache im zweiten Playoff-Finalspiel bei Genf-Servette hinreissen. Der Kanadier biss Thomas Déruns zum Ende des zweiten Drittels in die Hand. Der Genfer Playoff-Topskorer trug - dank Handschuh - nur eine leichte Wunde davon.
(ste)
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