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Schweizer Cup

Lausanne eliminiert St. Gallen - Cupfinal gegen Basel

Montag, 5. April 2010, 13:24 Uhr, Aktualisiert 16:21 Uhr

Der Challenge-League-Vertreter Lausanne steht überraschend im Cupfinal. Die Waadtländer schlugen St. Gallen sensationell mit 2:1 und treffen am 9. Mai im St. Jakob-Park auf den FC Basel. Der FCB kam zu einem glanzlosen 1:0-Sieg in Kriens.

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Cup-Halbfinal: St. Gallen-Lausanne

Lausanne-Sport steht nach 10 Jahren wieder im Final des Schweizer Cups. Die Romands verdienten sich die Lorbeeren mit einem beherzten und engagierten Auftritt gegen den Super-League-Fünften aus der Ostschweiz. Zuvor fielen schon die Young Boys im Viertelfinal den Lausannern zum Opfer.

Lausanne gewinnt zu zehnt

Das Siegestor in St. Gallen gelang Lausanne-Stürmer Gaspar nach 79 Minuten. Der Brasilianer lupfte den Ball über FCSG-Keeper Vailati hinweg ins Tor. Zu diesem Zeitpunkt spielte Lausanne nur noch zu zehnt: Verteidiger Katz, der nach 40 Minuten den 1:1-Ausgleich erzielt hatte, flog nach wiederholtem Foulspiel vom Platz.

Nach dem frühen Führungstreffer durch Zé Vitor liess St.Gallen stark nach - die Ostschweizer liessen den Gegner aufkommen und vergaben beste Chancen. Selbst ein Missgeschick von Lausanne-Keeper Favre fand dank dem generösen Einsatz von Verteidiger Buntschu nicht den Weg ins Tor.

Lausannes «Gladiatoren»

Wenn ein Unterklassiger einen Super-League-Klub ausschaltet, spricht man meist von einer Überaschung. Nicht aber Lausanne-Trainer Arpad Soos: «Unglaublich? Nicht für uns. Wir waren bereit zu kämpfen und auch bei 10 gegen 11 Spieler hat man gesehen, dass Lausanne über Gladiatoren verfügt.»

Unglaublich ist aber Soos' Karriere. Bis März amtete der 47-Jährige noch als U18-Coach bei Lausanne. Jetzt ist er Trainer des Cupfinalisten. Doch auch in der Stunde des grössten Triumphes vergisst Soos nicht, sich zu bedanken. «Grosser Dank gebürt meinem Vorgänger John Dragani, der die Equipe in den Halbfinal geführt hatte.»

Lausanne in der Europa League

Für den neunfachen Cupsieger Lausanne ist es die 17. Final-Teilnahme, letztmals standen die Waadtländer 2000 im Endspiel, als sie in Bern dem FC Zürich im Penaltyschiessen unterlegen waren. Auf sicher hat Lausanne bereits sein Ticket für die Europa League: Weil der FCB die Super League ohnehin auf Rang 1 oder 2 beendet, erbt Lausanne den Platz in Europa - Cupsieg hin oder her.

Basel mit glanzlosem Sieg

Kaum gefordert wurde der FC Basel in Kriens: In einer ereignisarmen Partie sorgte Almerares in der 17. Minute für den einzigen Höhepunkt im Stadion Kleinfeld. Der Argentinier verwertete eine Gelabert-Flanke zum Sieg-Treffer.

Die Krienser waren bemüht, kamen gegen die «Bebbi» aber kaum zu Chancen. Die beste Möglichkeit vergab Thüring nach 68 Minuten. Sein Weitschuss war aber eine sichere Beute für FCB-Keeper Colomba.

Erinnerungen an den Sitzstreik

So qualifizierten sich die Basler zum fünften Mal in den letzten 9 Jahren für den Cupfinal. Die Final-Paarung Lausanne - Basel gab es in der Geschichte des Schweizer Cups bisher dreimal: 1944 siegten die Waadtländer 3:0, drei Jahre später die Basler mit demselben Resultat.

Letztmals standen sich die beiden Equipen 1967 im Endspiel gegenüber. Dabei weigerten sich die Lausanner nach dem 2:1-Führungstreffer des FCB, der nach einem umstrittenen Elfmeter fiel, in der 88. Minute weiterzuspielen. Sie setzten sich auf dem Platz nieder und streikten. Der Schiedsrichter brach daraufhin die Partie ab und der FCB gewann 3:0 forfait.

(rst/sil)