Fussball
Schweizer Cup
Schlägt erneut die Stunde der Aussenseiter?
Kriens gegen den FC Basel, St. Gallen gegen Lausanne. Die Cup-Halbfinals vom Ostermontag bieten das, was den Wettbewerb ausmacht: Zwei Duelle David gegen Goliath, holpriges Terrain und Erinnerungen an glorreiche Zeiten.
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Mit Lausanne und Kriens haben zwei Klubs aus dem Mittelfeld der Challenge League den Einzug in die Cup-Halbfinals geschafft. Die Aussenseiter wollen die Chance nutzen und den «Grossen», St. Gallen und Basel, ein Bein stellen.
Thorsten Finks FCB reist zu Kriens. Das Kleinfeld-Stadion wird für das Spiel extra ausgebaut. 5500 Leute sollen Platz finden, wenn die Krienser auf holprigem Terrain gegen den grossen Favoriten antreten. Einige unter ihnen werden sich zurück erinnern an den 10. August 1997. Damals schickte der eben in die NLA aufgestiegene SC Kriens den FC Basel mit einem 3:1 nach Hause.
Basels Personalsorgen
«Die Spieler werden den Challenge-League-Klub Kriens nicht unterschätzen», versichert Fink. Selbst zollt er dem Gegner den gebührenden Respekt: «Die Krienser wechseln oft das System. Sie spielen mal mit drei, mal mit vier Verteidigern. Diese Mannschaft ist immer für eine Überraschung gut.»
Die Basler kämpfen nach wie vor mit Verletzungssorgen. Alex Frei und Franco Costanzo fehlen, der Einsatz von Marco Streller und Valentin Stocker ist fraglich. Für Stocker bedeutet die Reise nach Kriens eine Heimkehr. Beim SCK wurde der bald 21-jährige offensive Mittelfeldspieler gross. Im Super-League-Spiel vom vergangenen Donnerstag hat jedoch Federico Almerares gezeigt, dass er die Lücke in der Offensive zu schliessen vermag. Der 24-jährige Argentinier traf gegen Sion gleich zweimal.
Lausanne zurück auf der grossen Bühne
Das Duell zwischen Lausanne und St. Gallen ist die Neuauflage des Cupfinals von 1999. Damals setzten sich die Lausanner im Penaltyschiessen mit 4:3 durch. St. Gallens Captain Marc Zellweger ist der einzige Akteur, welcher schon damals auf dem Rasen stand.
«Das war ein bitterer Moment», sagt Zellweger, «jetzt bin ich zuversichtlich, dass uns der Finaleinzug gelingt. Wir sind in Form und haben einen guten Teamgeist.» Wie üblich bei Spielen gegen Unterklassige versäumt es Zellweger nicht, deren Gefährlichkeit herauszustreichen: «Wenn man Lausanne spielen lässt und ihnen Raum gewährt, sind die technisch guten Romands für weitere Überraschungen gut. Wir sind gewarnt.»
Im Viertelfinal schaltete Lausanne den souveränen Super-League-Leader YB mit 4:1 aus. Schaffen die Lausanner gegen St. Gallen einen weiteren Coup, sind sie endlich wieder auf der grossen nationalen Fussballbühne dabei. Von dieser verabschiedeten sie sich 2003 wegen Insolvenz, nachdem sie 2000 gegen GC den Cup-Erfolg von 1999 wiederholt hatten.
TV-Hinweis
«SF zwei» überträgt am Ostermontag den Cup-Halbfinal zwischen St. Gallen und Lausanne live ab 13.15 Uhr. Es moderiert Bernard Thurnheer.
(gaf)
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