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Playoff-Talk

Rafael Diaz: «... dann müssen die Lions schon sensationell spielen»

Montag, 22. März 2010, 15:05 Uhr

Der EV Zug hat in der Playoff-Viertelfinalserie gegen die ZSC Lions einen 3:1-Vorsprung preisgegeben. Am Dienstag kommt es in Zug zum Showdown um den Einzug in den Halbfinal. EVZ-Verteidiger Rafael Diaz erklärt im Interview, wie Zug die Serie doch noch gewinnen will.

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Rafael Diaz: Die Stimmung im Team ist nach wie vor sehr gut. Zürich hat in den beiden letzten Partien starkes Eishockey gespielt. Davon dürfen wir uns aber nicht beeindrucken lassen. Wir stehen vor dem entscheidenden Spiel und haben nach wie vor die Chance, die Serie zu gewinnen. Zwei Chancen konnten wir nicht nutzen, nun sind wir aber positiv eingestellt, dass es im dritten Versuch klappt.

Der EVZ kassierte 12 Tore in den beiden letzten Spielen. Was stimmt in der Zuger Defensive nicht mehr?

So schlecht haben wir in diesen beiden Partien eigentlich gar nicht gespielt, das System hat gepasst. Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht, die Gegentore fielen häufig nach unnötigen individuellen Fehlern. Diese Fehler müssen wir am Dienstag unbedingt vermeiden. Wir müssen zu unserer alten Stärke zurückfinden und einfaches Eishockey spielen. Wir haben über die ganze Saison gezeigt, dass wir eigentlich eine gute Defensive und einen starken Keeper haben.

Offensiv konnte der EVZ zwar mit den Lions mithalten, schaffte es zuletzt aber nicht mehr, seine Chancen zu verwerten. Woran sind die Stürmer gescheitert?

Zürich hat defensiv starke Spiele gezeigt. Die Lions haben eine erfahrene Mannschaft und mit Ari Sulander einen äusserst routinierten Keeper. Gegen ihn Tore zu erzielen, ist nicht einfach. Aber klar: Auch offensiv müssen wir uns verbessern und wieder mehr Druck aufs Zürcher Tor ausüben.

Nein, auch wir brauchen Emotionen, um unser Spiel durchzuziehen. Die Leidenschaft ist aber mit Sicherheit sehr wichtig. Wir müssen versuchen, jeden Puck zu blocken, uns in jeden Schuss zu werfen und in jedem Einsatz wirklich alles zu geben. Genau diese Punkte hat Zürich in den letzten zwei Spielen wirklich gut gemacht.

Trainer Doug Shedden hat angekündigt, dass Sie in der «Belle» rund 30 Minuten Eiszeit erhalten werden. Wie stellt man sich auf einen solchen «Marathon» ein?

Eigentlich wie auf jedes andere Spiel. Man muss versuchen, vor jedem Einsatz bereit zu sein, egal, wie viel oder wie wenig man auf dem Eis steht. Wenn wir so spielen wie in der Qualifikation oder zu Beginn der Playoffs müssen die Lions schon ein sensationelles Spiel zeigen, um uns zu schlagen.

Welche Rolle spielt der Heimvorteil bei einem Entscheidungsspiel?

Es ist sicher wichtig, dass wir zuhause spielen können. Der Vorteil besteht aus der Routine in der Spielvorbereitung, die in einem Heimspiel natürlich viel grösser ist als auswärts. Und ich hoffe natürlich, dass uns die Fans unterstützen werden. Für uns ist klar: Wir wollen noch einige Partien mehr im alten Herti-Stadion spielen (Anm. der Red.: Das Zuger Stadion wird nach der Saison abgerissen). Am Dienstag soll noch nicht fertig sein mit Eishockey in dieser Halle (lacht).

TV-Hinweis

«SF zwei» zeigt die Partie zwischen dem EV Zug und den ZSC Lions am Dienstag ab 20.00 Uhr live

(Interview: Stephan Felder)