Wintersport
Skicross
Nur einer schneller als Mike Schmid
Mike Schmid hat bei seinem Heimrennen in Grindelwald einen weiteren Schritt Richtung Weltcupsieg gemacht. Der Olympiasieger von Vancouver musste sich nur dem Norweger Audun Grönvold geschlagen geben.
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Es war alles angerichtet für Mike Schmid: Das Wetter stimmte, die Organisatoren verzeichneten überdurchschnittlich viele Besucher und die sportlichen Voraussetzungen brachte Schmid selber mit.
Nur ein heikler Moment
Der Plan ging (beinahe) auf. Achtel- und Viertelfinal gewann der «Lokalmatador» souverän, ehe ihm im Halbfinal kurz vor dem Ziel ein Gegner die Ski kreuzte und er beinahe zu Fall kam. Es waren indes die einzigen bangen Momente, die der Weltcupleader am Oberjoch zu überstehen hatte. Denn in der Endausmarchung der vier besten Fahrer bestanden am Sieg des Norwegers Audun Grönvold ebenso wenig Zweifel wie an Schmids zweitem Rang.
Zufriedener «Goldschmid»
Beide brachten ihre Position auf dem direkten, technisch weniger anspruchsvollen Kurs souverän ins Ziel. «Mit meiner Klassierung bin ich sehr zufrieden. Umso mehr, weil ich vor Christopher Delbosco ankam», freute sich der «Goldschmid», wie ihn die Fans auf T-Shirts feierten. Direkt hinter dem Schweizer fuhr sein direkter Konkurrent um den Sieg in der Disziplinenwertung ein und verlor weiter an Terrain.
Ein elfter Rang würde reichen
In den letzten beiden Rennen in Meiringen-Hasliberg (am Sonntag) und in der Sierra Nevada (20. März) müsste Delbosco 178 Punkte gutmachen, um Schmid noch abzufangen. Mit einem elften Rang am Sonntag (24 Zähler) stünde Schmid, unabhängig vom Resultat seines kanadischen Widersachers, als vorzeitiger Weltcupsieger fest.
Im Sog des stärksten Fahrers des Winters, der im vierten Weltcup-Rennen in Grindelwald (nach 2005, 2008 und 2009) für den ersten Podestplatz der männlichen Swiss-Ski-Vertreter sorgte, erreichte ein zweiter Schweizer eine Top-8-Klassierung. Der Bündner Conradign Netzer schied im Halbfinal aus und wurde letztlich Siebter.
Kanadierinnen eine Klasse für sich
Bei den Frauen fuhren die starken Kanadierinnen die Konkurrenz in Grund und Boden und den Tagessieg unter sich aus. Kelsey Serwa gewann vor Olympiasiegerin Ashleigh McIvor und Danielle Poleschuk. Einzige Nicht-Nordamerikanerin im Final war als Vierte die Schwedin Anna Holmlund.
Die Schweizerinnen Seraina Murk (6., Saisonbestleistung) und Katrin Müller (7.) durften mit ihrem Abschneiden zufrieden sein, für Sanna Lüdi (11.) und insbesondere für die Weltcup-Fünfte Fanny Smith (20.) besteht im zweiten Wettkampf der Berner Oberländer Woche noch massives Steigerungspotenzial.
(si/eli)
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