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Vancouver 2010

Olympia-Bilanz

Frauen-Power in Vancouver

Montag, 1. März 2010, 13:08 Uhr

In 16 Tagen sind in Vancouver 86 Medaillensätze vergeben worden. Die eifrigsten Medaillensammler waren weiblich. Doch am Ende zählte eigentlich nur eine einzige Auszeichnung.

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Die Olympischen Winterspiele 2010 waren fest in Frauenhand, zumindest wenn man die Liste der erfolgreichsten Sportler in Vancouver anschaut. Mit insgesamt fünf Medaillen krönte sich Marit Björgen (No) zur Königin von Vancouver.

Björgen: Königin der Spiele

Die Langläuferin war mit 3 Goldmedaillen (Sprint, 15 km, Staffel) sowie je einer silbernen (30 km) und bronzenen Auszeichnung (10 km) das Mass aller Dinge auf den Loipen im Whistler Olympic Parc. Mit der Chinesin Wang Meng folgt eine weitere Frau in der Rangliste der erfolgreichsten Olympioniken in Kanada. Die Short-Track-Spezialistin sicherte sich insgesamt drei Goldmedaillen. Das Frauen-Trio komplettiert Magdalena Neuner. Die deutsche Biathletin reist mit zwei goldenen und einer silbernen Auszeichnung nach Hause.

Der erste Mann in dieser Liste folgt erst auf Rang 5. Emil Hegle Svendsen (No) bewies ebenfalls im Biathlon höchste Treffsicherheit und sicherte sich zwei Gold- und eine Silbermedaille.

Simi wird zu Simon

Dicht dahinter auf dem 7. Platz folgt Simon Ammann. Der «Adler» aus dem Toggenburg vergoldete seinen 2002 in Salt Lake City erstmals bestiegenen Skisprung-Thron acht Jahre später mit einem erneute Doppelsieg auf der Normal- und der Grossschanze. Ein Rekord für die Ewigkeit. Der einstige Zauberlehrling hatte seine Meisterprüfung abgelegt. Ammanns Rivalen aus Österreich, allen voran Gregor Schlierenzauer, blieben nur die Brosamen.

Bild Ammann mit Sonnenbrille streckt vier Finger hoch.
Vierfacher Olympiasieger: Simon Ammann. reuters

Starke Routiniers und aufstrebende Junge

Ebenfalls hartes Brot mussten die österreichischen Männer in ihrer Parade-Sportart Ski alpin essen. In fünf Rennen gab es keine einzige Medaille, ein Desaster für die Skination.

Dafür feierte Bode Miller ein beeindruckendes «Comeback». Der Amerikaner, der sich zwischenzeitlich aus dem Weltcup verabschiedet hatte, eroberte quasi vor seiner Haustüre einen kompletten Medaillensatz und drückte zusammen mit Aksel Svindal (No), dem dasselbe Kunststück gelang, den alpinen Wettbewerben seinen Stempel auf.

Bild Miller und Svindal reichen sich auf der Piste die Hand.
Die Dominatoren der Alpin-Bewerbe: Bode Miller (l.) und Aksel Svindal. reuters

Mit zwei Gold-, und einer Bronzemedaille verabschiedet sich Petter Northug aus Vancouver. Der Langläufer entschied damit das Duell der jungen Talente gegen Dario Cologna, trotz dessen Goldmedaille über 15 km, für sich.

Nur eine Medaille zählt

«Hauptgewinner» der Olympischen Spiele ist jedoch Kanada. Denn das Mutterland des Eishockeys hat die für die Bevölkerung wichtigste Goldmedaille errungen: eben jene im Eishockey.

Bild Kandadische Spieler stehen auf dem Eis und betrachten Goalie Luongo mit der Kanada-Fahne.
Die wichtigste aller Medaillen: Gold für Kanada im Eishockey. reuters

Das Kanada nach 86 Entscheidungen mit 14 Goldmedaillen auch den Medaillenspiegel anführt ist ob der Hysterie rund um das Eishockey-Turnier fast ein bisschen zur Nebensache verkommen.

(sil)