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Vancouver 2010

Eishockey

Sidney Crosby schiesst Kanada zu Olympia-Gold

Sonntag, 28. Februar 2010, 21:17 Uhr, Aktualisiert 01.03.2010, 0:42 Uhr

In einem dramatischen und bis zur letzten Sekunde spannenden Olympia-Final hat sich Kanada gegen die USA in der Verlängerung mit 3:2 durchgesetzt. Goldener Schütze war Sidney Crosby in der 68. Minute.

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USA - Kanada: alle Tore

13 Goldmedaillen hatte Gastgeber Kanada an den Olympischen Spielen bis zum Schlusstag gehamstert - Rekord. Es fehlte noch eine, die ganz bestimmte, die so heftig herbeigesehnte Auszeichnung: Gold im Eishockey.

Das Team von Mike Babcock führte den Auftrag erfolgreich aus. Im Final, auf den 34 Millionen Kanadier mit riesiger Vorfreude gewartet hatten, bezwangen die «Ahornblätter» die ebenbürtigen USA mit 3:2 nach Verlängerung. Matchwinner war Sidney Crosby.

«Ich habe einfach geschossen und der Puck ging rein. Ich weiss gar nicht, was ich sonst dazu sagen kann. Es scheint für mich noch nicht ganz real zu sein. Derzeit fühle ich mich wie in einem Traum», versuchte ein überwältigter Crosby seine Emotionen in Worte zu fassen.

Horrende Intensität

Der Final war über 68 Minuten von beiden Seiten intensiv geführt. Bezeichnend für den Willen der Finalisten waren die vielen kernigen Checks in den ersten Minuten. Dem Gegner zeigen wer der Chef ist, sich Respekt verschaffen und der Energie freien Lauf lassen - dies die Maxime in den Startminuten.

Die USA mit Anlaufschwierigkeiten

Bis zur 30. Minute waren die Spielanteile ausgeglichen, doch die guten Torchancen besassen die Kanadier. Zwei davon wussten sie zu einer 2:0-Führung zu nutzen: Jonathan Toews (13.) eröffnete das Skore, Corey Perry (28.) baute sie aus. Die USA brauchten einen gekonnten Ablenker von Ryan Kesler in der 33. Minute zum 1:2, um so richtig in die Gänge zu kommen. Jetzt lief die US-Maschinerie, die offensiven Szenen häuften sich, doch die Kanadier brachten das 2:1 in die zweite Pause.

Im letzten Drittel hatte Kanada einen Pfostenschuss (42.) von Chris Pronger zu bieten, mehr nicht. Die USA erhöhten den Druck von Minute zu Minute, doch das Tor wollte nicht fallen, bis Zach Parise 24 Sekunden vor der Schlusssirene zum 2:2 traf und die Verlängerung erzwang.

Die Kanadier liessen sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen: «Wir waren so nah dran und haben dann fast alles verloren. Während der Verlängerung haben wir aber nicht gezittert», offenbarte Crosby das Erfolgsrezept. Über den Wert seines goldenen Treffers war er sich bewusst: «Dieses Tor befreit das ganze Land.»

Die USA zeigten trotz der Niederlage in der Overtime ein starkes Turnier. Erst im sechsten Spiel musste das Wilson-Team die erste Niederlage einstecken. Damit verblieb den USA auch die Revanche für die Endspiel-Niederlage von 2002 in Salt Lake City (2:5) verwehrt.

(jäg)