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Vancouver 2010

Ski alpin

Giuliano Razzoli erobert erstes Gold für Italien

Samstag, 27. Februar 2010, 18:49 Uhr, Aktualisiert 28.02.2010, 0:06 Uhr

Italien feiert seine erste Goldmedaille in Vancouver: Giuliano Razzoli gewann den olympischen Slalom vor Ivica Kostelic (Kro) und André Myhrer (Sd). Silvan Zurbriggen kam nur auf Rang 12 und das ÖSV-Männer-Team fährt ohne Edelmetall nach Hause.

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Slalom Männer: Zusammenfassung

Razzoli fuhr im zweiten Durchgang zwar nur die siebtschnellste Zeit aller Fahrer, doch der Vorsprung aus dem ersten Lauf reichte am Ende zu Gold. Nach Piero Gros (1976) und Alberto Tomba (1988) ist der 25-jährige Razzoli der dritte italienische Olympiasieger im Slalom.

Ivica Kostelic sicherte sich mit 0,16 Sekunden Rückstand nach Silber in der Super-Kombination nun auch Silber im Slalom. Als Dritter konnte sich André Myhrer feiern lassen. Der Schwede, in der Halbzeit noch auf Rang 10 liegend, fuhr einen entfesselten zweiten Umgang und verlor schliesslich 44 Hundertstel auf Sieger Razzoli.

Zurbriggen verpasst Podest klar

Mit 4 Zehntel Rückstand auf den Bronzeplatz ging Silvan Zurbriggen (7.) als bester Schweizer in den finalen Durchgang. Doch der Walliser konnte keinen Exploit in den Schnee zaubern und musste sich mit Schlussrang 12 begnügen.

Zweitbester Schweizer war Marc Gini. Der Bündner verbesserte sich von Rang 22 noch auf den 15. Platz. Die beiden anderen Swiss-Ski-Fahrer schieden aus: Marc Berthod fädelte im ersten Lauf nach guter erster Zwischenzeit ein, Sandro Viletta (20.) erreichte das Ziel im zweiten Lauf nicht.

Desaster für Österreicher perfekt

Erstmals seit 74 Jahren reisen die österreichischen Skifahrer an Olympischen Spielen ohne Medaillen nach Hause - 1936 verzichteten die Österreicher auf eine Teilnahme.

Benjamin Raich und Marcel Hirscher landeten in Whistler Mountain auf den undankbaren Rängen 4 und 5. Top-Favorit und vierfacher Saisonsieger Reinfried Herbst kam sogar nur auf Platz 10. Der Knatsch im ÖSV-Team ist vorprogrammiert.

(jäg)