Vancouver 2010
Ski alpin
Suter haarscharf an Medaille vorbei - Rebensburg siegt
Riesenpech für Fabienne Suter: Die Schwyzerin hat im 2. Riesenslalom-Lauf eine hervorragende Leistung gezeigt - und muss sich mit dem undankbaren 4. Rang zufrieden geben. Viktoria Rebensburg gewann überraschend.
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Rang 6 in der Super-Kombination, Rang 5 in der Abfahrt und nun 4. im Riesenslalom: Fabienne Suter ist bei den Olympischen Winterspielen vom Pech verfolgt und bleibt ohne Medaille, wie das gesamte Alpin-Team der Frauen. Im abschliessenden Slalom haben sie keine Fahrerin am Start.
Im Riesenslalom gehörte Suter nicht zu den Medaillenkandidatinnen. Ihr bestes Resultat in der laufenden Saison war ein 12. Rang. Und auch nach dem ersten Durchgang vom Mittwoch lag sie «nur» auf Rang 11.
Starker 2. Lauf von Suter
Doch Suter zeigte am Donnerstag den wohl stärksten Riesenslalom-Lauf ihrer Karriere. Sie setzte sich an die Spitze und zahlreiche (starke) Fahrerinnen liess sie hinter sich: Weltmeisterin Kathrin Hölzl, die zweifache Saisonsiegerin Tessa Worley, Manuela Mölgg, Maria Riesch oder Kathrin Zettel blieben hinter Suter. Geschlagen wurde sie schliesslich nur von Viktoria Rebensburg (De), Tina Maze (Sl) und Elisabeth Görgl (Ö), die nach dem ersten Lauf geführt hatte. «Das ist ein bitterer Moment», bilanzierte eine gezeichnete Suter im Zielraum, «aber so ist der Sport.»
Fast wie Jansrud
Allerdings hatte Suter vor dem 2. Durchgang nicht so richtig an eine Medaille geglaubt: «Vor dem heutigen zweiten Lauf rechnete ich mir aus, dass es ein gutes Resultat werden könnte. Ich hatte ja als Elfte nur 85 Hundertstel Rückstand, das ist nicht viel. Und ich wusste, dass auch der Norweger Kjetil Jansrud bei den Männern von Platz 11 aus noch zu einer Medaille gefahren ist. Dass es allerdings in Sachen Podest noch so knapp werden würde, hätte ich nicht geglaubt», sagte Suter.
Optimistischer war da Silber-Gewinnerin Tina Maze vor der Fahrt von Görgl. «Tina sagte mir 'Hey cool, wir holen beide eine Medaille'. Und ich stand schon unter dem Bogen im Zielgelände, wo ich mich als allfällige Medaillengewinnerin bereit halten musste. Selbst ich dachte nun, dass es reichen könnte», sagte Suter.
Rebensburg überrascht
Eine grosse Überraschung ist der Olympia-Sieg von Viktoria Rebensburg. Die erst 19-jährige Deutsche hat noch keinen Weltcup-Sieg auf dem Konto. Ihr bislang einziger Podestplatz gelang ihr in der laufenden Saison in Cortina, als sie Zweite wurde. Rebensburg hatte sich im zweiten Lauf von Rang 6 an die Spitze gesetzt.
Déjà-vû für Maze und Görgl
Ein Déjà-vû gab es für Maze und Görgl. Die Slowenin Maze hatte bereits im Super-G Silber, Görgl in der Abfahrt Bronze gewonnen. Maze hatte nach dem 1. Lauf Rang 5 belegt. Taina Barioz (2. bei Halbzeit) udn Kathrin Zettel (3.) fielen in der Reprise aus den Medaillenrängen.
(mos)
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