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Vancouver 2010

Eishockey

Schweiz besiegt Weissrussland nach Penaltyschiessen

Dienstag, 23. Februar 2010, 21:00 Uhr, Aktualisiert 23:55 Uhr

Die Schweiz hat ein nervenaufreibendes Spiel gegen Weissrussland mit 3:2 nach Penaltyschiessen für sich entschieden. Damit kommt es am Mittwoch im Viertelfinal zur Reprise gegen die USA.

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Schweiz - Weissrussland: Spielbericht und Interviews

Am Ende durfte Jonas Hiller stellvertretend für die Schweiz jubeln. Der NHL-Keeper von den Anaheim Ducks sicherte dem Team von Ralph Krueger mit seinen zwei Penalty-Paraden letztlich den Einzug in die Viertelfinals. Für die Schweiz hatten zuvor Romano Lemm und Thomas Deruns alleine vor Hillers Gegenüber Andrei Mezin getroffen.

«Es war von Anfang an eine schwierige Aufgabe. Ein Nervenspiel. Aber am Ende zählt das Resultat. Wir sind da, wo wir sein wollten», fasste Ralph Krueger zusammen. Nach dem Erreichen des Olympia-Minimalziels hat die Nationalmannschaft gegen die USA die Möglichkeit, für die 1:3-Gruppenspiel-Niederlage Revanche zu nehmen.

Schweizer Fehlstart und Reaktion

Dabei starteten die Schweizer und insbesondere Hiller katastrophal in die Playoff-Partie um den Viertelfinaleinzug. Alexej Kaljuschni stürmte in der 1. Minute auf den Nati-Goalie zu. Weil er sich den Puck zu weit vorgelegt hatte, schien die Gefahr bereinigt. Doch Hiller liess abprallen, so dass Kaljuschni im zweiten Versuch reüssieren konnte.

Bild Julien Sprunger erzielte das zwischenzeitliche 1:1.
Julien Sprunger erzielte das zwischenzeitliche 1:1. Reuters

Nach verpassten Chancen von Julien Sprunger, Roman Wick und Ivo Rüthemann brachte Sprunger mit einem Powerplay-Tor in der 13. Minute die Schweizer wieder auf Augenhöhe. Kurz vor der ersten Sirene hätte Andres Ambühl nach einem schönen Spielzug die Führung für das Krueger-Team erzielen können, traf aber nur die Latte.

Krueger-Team zu wenig effizient

Die Schweiz dominierte nun deutlich. In der 28. Minute zog Mark Streit im Powerplay von der blauen Linie ab, Hnat Domenichelli versenkte den Abpraller zum 2:1. Der Schweizer Torschütze, Raffaele Sannitz und Martin Plüss vergaben kurz danach beste Chancen, den Vorsprung auszubauen. «Wir waren viel zu wenig effizient. Wir hätten das Spiel frühzeitig entscheiden können», analysierte Krueger. Die Weissrussen nutzten dagegen eine ihrer wenigen Chancen in der 36. Minute, als Konstantin Sacharow im Powerplay zum überraschenden 2:2 traf.

Keine Tore im Schlussdrittel und in der Verlängerung

Von der Überlegenheit der Schweizer war im Schlussabschnitt nicht mehr viel zu spüren. Goalie Hiller musste häufiger eingreifen - und tat dies mit grosser Sicherheit. Die besten der rar gewordenen Schweizer Chancen vergaben Severin Blindenbacher und Raphael Diaz. Für die Weissrussen verpassten Sacharow und Antonenko die Entscheidung. In der Verlängerung überstanden die Schweizer eine heikle 3:4-Unterzahl-Phase unbeschadet.

Krueger gab zu, dass er ein Ende seiner Amtszeit befürchtete: «Es gab Phasen, da ging mir das durch den Kopf. Aber wir haben gute Nerven bewiesen. Der Viertelfinal gegen die USA ist ein Traum.»

(Manuel Köng, Vancouver)