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Mike Schmid: «Es wäre das Schönste, das Hobby zum Beruf zu machen!»
Mike Schmid ist der erste Olympiasieger im Skicross. Keine 24 Stunden nach seinem überlegenen Triumph in Cypress Mountain hat der Berner Oberländer hier auf sport.sf.tv im Live-Chat Ihre Fragen beantwortet.
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Einige ausgewählte Fragen und Antworten:
Raphael Romer, Mels: Warum machen Sie Skicross nicht zum Job.
Skicross-Olympiasieger Mike Schmid: :-) Weil ich im Skicross zu wenig verdiene, wenn ich überhaupt etwas verdiene! Es wäre das Schönste, das Hobby zum Beruf zu machen! Im Moment ist das noch kein Thema...
Nicola Koster, Gossau: Hallo Mike.OLYMPIASIEGER :D Wie man gesehen hat, kamst du am Start immer mit Abstand am besten weg. Was war dein Geheimrezept/Taktik am Start und hättest du vor 3 Jahren jemals gedacht, dass du im Skicross eine Goldmedaille holst?
Mike Schmid: Das Rezept ist kein Besonderes. Es hat einfach alles perfekt gepasst! Ich kann nicht sagen, was ich besser gemacht habe... Vor drei Jahren hätte ich mir nicht einmal erträumt, dass Skicross Olympisch wird, geschweige denn, dass ich eine Goldmedaille holen würde!
Benedict Moser, Oberlunkhofen: Hi Mike, die Konkurrenz war sehr gross und trotzdem ist es dir gelungen bis zum Final zu dominieren, sogar die finale Fahrt war sehr souverän... war es für dich tatsächlich so einfach wie es aussah...?
Mike Schmid: Es war gar nicht einfach! Es sind alle sehr gut. Ich habe einfach einen perfekten Tag erwischt und keine Fehler gemacht. Wichtig ist es jeweils gewesen, in die erste Kurve als erster zu fahren. Das ist mir gelungen.
marco ruckstuhl, uetikon: Grüezi - Wie ist es, wenn man sieht, dass die anderen stürzen, z.b Daron Rhalves, und selber fahren Sie weiter ins Ziel und gewinnen? Ich gratuliere ihnen zum Olympiasieg.
Mike Schmid: Die einen haben Glück, die anderen Pech. Solche Sachen muss man ignorieren während des Wettkampfs. Es gibt im Skicross immer wieder Stürze, das gehört ein wenig dazu.
Beat Moser, Schaan: Guten Abend. Das Schnee- und Lawinenforschunsinstutut von Davos hat ja von allen Steilwandkurven die Schneeverhältnisse genau berechnet und die schnellste Linie errechnet. Hat Ihnen das viel geholfen?
Mike Schmid: Das war für das ganze Team sehr wichtig. Wir konnten das auch im Training testen. Das war für uns sehr gut, dass wir diese Werte und Daten gehabt haben. So wussten wir genau, welche Linie wir wählen müssen. Wo muss man hoch ausholen und tief rauskommen? Oder auch zu sehen, dass die kürzeste Linie nicht unbedingt die schnellste ist.
Über Mike Schmid
Keiner dominiert den Skicross wie Schmid. Im Weltcup liegt der 25-Jährige in Führung, an Olympia triumphierte er in souveräner Manier.
Schmid beendete am Sonntag jeden Run als Erster, seinen Konkurrenten war er stets weit voraus. Die Goldmedaille war die logische Folge seiner Dominanz bei der Olympia-Premiere dieser spektakulären Sportart.
Debüt im Weltcup 2004
Schmid begann seine Karriere als Alpin-Skifahrer, wandte sich dann aber im Alter von 16 Jahren dem Skicross zu. «Ich wollte mein Leben nicht allein aufs Skifahren ausrichten», sagt er heute, «sondern auch andere Dinge ausprobieren». Sein Debüt im Weltcup gab der 1,93 m grosse Athlet aus Frutigen 2004.
Eindrückliches Comeback nach Kreuzbandriss
Einen herben Rückschlag erfuhr Schmid im Februar vor zwei Jahren. Bei einem Sturz in der Sierra Nevada riss er sich das Kreuzband im linken Knie.
Ein knappes Jahr später gab der Berner Oberländer ein eindrückliches Comeback. Bei seinem ersten Rennen nach der langen Verletzungspause siegte Schmid sogleich im österreichischen St. Johann. Es sollte aber bis zu diesem Winter der einzige Sieg bleiben.
Zwei Siege zum Saisonauftakt
Im Dezember 2009 legte Schmid dann richtig los: Beim Saisonauftakt in Innichen triumphierte er gleich zwei Mal, am Sonntag setzte sich der Weltcup-Leader dann in Cypress Mountain mit Olympia-Gold die Krone auf.
(bon/mum)
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