Vancouver 2010
Eishockey
Schweiz schlägt Norwegen mit Mühe
Zwei Tage nach der Top-Leistung gegen Kanada hat die Schweiz im letzten Vorrundenspiel gegen Norwegen enttäuscht. Das Krueger-Team bezwang Norwegen erst nach Verlängerung mit 5:4.
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In der Vorrunden-Gruppe A belegt die Schweiz damit mit drei Punkten hinter Kanada und den USA den 3. Schlussrang. Der Gegner in der Playoff-Runde von der Nacht auf Mittwoch ist noch nicht bekannt. Aller Voraussicht nach wird es aber der Sieger des Spiels Deutschland gegen Weissrussland sein.
Jetzt bleiben dem Team 2,5 Tage, um sich auf dieses kapitale Spiel vorzubereiten. Ralph Krueger betonte vor dem Olympiaturnier immer, dass es in den ersten drei Partien darum gehe, Spiel 4 vorzubereiten, das es dann unbedingt zu gewinnen gilt. Erst dann stünden die Schweizer wie vor 4 Jahren in den Viertelfinals des Olympia-Turniers.
Lemm mit dem «Sudden Death»
Den wichtigen Zusatzpunkt sicherte Romano Lemm nach 62:28 Minuten nach schöner Vorarbeit von Sandy Jeannin. Somit wendeten die Schweizer die erste Niederlage in einem wichtigen Spiel gegen Norwegen seit 1993 ab. «Wir haben gewusst, dass es nach dem Kanada-Spiel schwierig wird», so Coach Ralph Krueger nach dem erknorzten Sieg, «aber am Ende zählt nur der Sieg, egal ob hübsch oder hässlich.»
Defensive mit Problemen
Die Leistung des Teams von Ralph Krueger war nicht berauschend, es konnte nicht an die Performance gegen die USA und Kanada anknüpfen. Vor allem die Verteidigung bekam den starken norwegischen Sturm nicht in den Griff. Insbesondere die erste Linie um Hannover-Stürmer Tore Vikingstad (3 Tore) und den Ex-Luganesi Patrick Thoresen sorgte für viel Wirbel. «Die Führungsspieler der Norweger waren sehr stark», anerkannte nach dem Spiel auch Krueger.
Starker Start reichte nicht
Dabei hatte für das Team von Ralph Krueger alles optimal begonnen. Die Schweizer zündeten ein Startfurioso: Thierry Paterlini vergab die erste Grosschance und Hnat Domenichelli scheiterte mit einem Penalty, noch ehe die erste Minute um war. Julien Sprunger brachte nach 63 Sekunden mit der dritten Chance die Schweizer in Führung.
Norwegen blieb dran
Die Norweger konnten zwischenzeitlich die Partie zum 2:1 wenden. Immerhin liessen sich die Schweizer nicht ganz aus dem Konzept bringen und kehrten die Partie dank sehenswerten Toren von Roman Wick und Raffaele Sannitz erneut zu ihren Gunsten. «Wir haben einen Weg gefunden, um uns auszugraben», analysierte Krueger diese wichtige Phase im Spiel.
Das vierte Schweizer Tor erzielte Severin Blindenbacher im Schlussabschnitt in Überzahl. Zum Sieg reichte auch der dritte Vorsprung aber noch nicht aus - auch weil Jonas Hiller (4 Gegentore aus den ersten 19 Torschüssen) nicht seinen besten Tag erwischte.
(si/boe/mum/rst)
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