Inhalt

Vancouver 2010

Eiskunstlauf

Kein Happy-End für Stéphane Lambiel

Samstag, 20. Februar 2010, 11:55 Uhr

Gestartet ist er um Olympia-Gold zu holen. Am Ende fehlten ihm 0,5 Punkte zur Bronzemedaille. Stéphane Lambiel scheiterte in Vancouver als Vierter an seinen eigenen hohen Erwartungen.

Videoplayer
Eiskunstlauf: Lambiel nach dem Olympia-Wettkampf

Mehr zum Thema

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 4
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Artikel teilen

Einen Tag nach dem verpatzten Wettkampf ist die Enttäuschung bei Stéphane Lambiel über die verpasste Medaille noch allgegenwärtig. «Es war eine schöne Geschichte, hier in Vancouver, leider ohne Happy-End. Ich bin enttäuscht», zog Lambiel im Interview mit SF ein nüchternes Fazit.

Er habe gekämpft, aber am Ende hätte es halt nicht gereicht. Worte der Resignation, die man vom «Petit Prince», dem Olympia-Zweiten von Turin 2006, selten hört.

Druck als «Magie-Killer»

Lambiels Kür liess die von ihm gewohnte Freude und Ausstrahlung, ansonsten das Markenzeichen des Romands, vermissen. Es fehlte die «Magie». «Ich wollte mir keinen Fehler erlauben. Deshalb hatte ich mir selbst zuviel Druck aufgeladen», analysierte der 24-Jährige rückblickend.

So fehlten Lambiel am Ende nur 0,5 Punkte für die Bronzemedaille, die zwar nicht seinem Ziel entsprach, ihn aber sicherlich für die Strapazen der letzten Wochen und Monate entschädigt hätte. Ein Grund sich über die Jurybewertung zu ärgern? Nicht für Lambiel. Hier bleibt der Eisprinz ganz Gentleman: «Bronze war nicht mein Ziel. Meine Leistung war nicht gut genug. Ich habe gewusst, dass es nicht reicht.»

Erneuter Rücktritt?

Die Weltmeisterschaften vom 22. bis 28. März in Turin (It) wird Lambiel auslassen. Ob es nur eine Pause ist oder ob sich der Waadtländer definitiv vom Spitzensport zurückzieht, lässt er offen. «Dazu kann ich noch nichts sagen.»

(sil)