Vancouver 2010
Eishockey
Eishockey-Nati unterliegt den USA
Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage ins olympische Turnier gestartet. Das Team von Coach Ralph Krueger verlor gegen die USA nach einer engagierten Leistung mit 1:3. .
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Nach 50 Minuten und einem 0:3 aus Schweizer Sicht traf Roman Wick ins Tor der USA – endlich. Einmal mehr hatten die Schweizer ihre Chancen gegen einen Top-Gegner, doch im Abschluss fehlte es an der nötigen Präzision. Wicks Backhand-Hereingabe, die für Hnat Domenichelli gedacht war, fand überraschend den Weg ins Gehäuse der USA.
USA: jung, aber abgebrüht
Mit Wicks Tor war die Schlussphase lanciert, der Glaube an einen Punktgewinn flammte bei den Schweizern auf. Doch die USA, die das jüngste Team aller Teilnehmer stellen, behielten in der verbleibenden Zeit die Ruhe und Übersicht. Wirklich gute Chancen waren nicht mehr auszumachen. Die USA, die nur ein gemeinsames Training vor der Partie absolvieren konnten, sicherten sich die drei Punkte dank ihrem geradlinigen und schnellen Spiel.
Entscheidendes Tief im Mitteldrittel
Entscheidend für die Schweizer Niederlage war die Baisse im Mittelabschnitt. In dieser Phase häuften sich in der Defensive die Ungenauigkeiten. Dies wussten die USA eiskalt auszunutzen und zogen von 1:0 auf 3:0 davon. Die Überlegenheit der Amerikaner im zweiten Drittel dokumentierte auch das Schussverhältnis von 14:4.
Chance vergeben, im Gegenzug Tor erhalten
Allerdings besassen die Schweizer durchaus auch ihre offensiven Szenen. Doch die Kaltblütigkeit vor dem Tor war noch nie die Stärke der «Eisgenossen». Symptomatisch dafür war die Szene mit der Chance von Ivo Rüthemann: Der SCB-Akteur vergab Backhand im Slot; im Gegenzug kassierten die Schweizer das 0:2 (26.) durch David Backes. Nur drei Minuten später erhöhte Ryan Malone auf 3:0. Die beste Tor-Chance der Schweiz hatte kurz darauf Julien Sprunger, der alleine vor US-Keeper Ryan Miller übers Gehäuse schoss.
Besser agiert hatten die Schweizer im ersten Drittel, als sie sich physisch nicht versteckten und keck aufspielten. Das 0:1 durch Bobby Ryan fiel in der 19. Minute, zu einem psychologisch ungünstigen Augenblick.
Streit: «Gut, aber nicht perfekt»
Captain Mark Streit zeigte sich mit der Leistung der Mannschaft nicht unzufrieden: «Ich habe viel Positives gesehen. Es war kein perfekter, aber guter Start ins Turnier.» Streit bemängelte einzig den Auftritt im zweiten Drittel, «als wir uns zu viele Scheibenverluste in der eigenen Zone leisteten.» Torhüter Jonas Hiller schlug einen ähnlichen Ton an: «Wir müssen besser spielen, wenn wir eine Chance haben wollen.»
Kanada nächster Gegner
Nach den USA trifft die Schweiz in der Nacht auf Freitag (01.30 MEZ) auf Gastgeber Kanada. Dieser schoss sich in seinem Startspiel gegen Norwegen so richtig warm (8:0).
(jäg/eli)
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