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Vancouver 2010

Eröffnungsfeier

Olympische Spiele mit imposanter Feier eröffnet

Samstag, 13. Februar 2010, 2:53 Uhr, Aktualisiert 06:08 Uhr

Mit einer imposanten Eröffnungsfeier sind die 21. Olympischen Winterspiele in Vancouver in der vergangenen Nacht eröffnet worden. Um 6 Uhr MEZ entfachte ein Trio um Eishockey-Legende Wayne Gretzky nach einer kleinen Panne das olympische Feuer.

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Der Beginn der grossen Show

Das Geheimnis, wer das olympische Feuer entzünden würde, löste sich auf unerwartete Weise: Wayne Gretzky, «The Great One» (Eishockey), wurde die Ehre zusammen mit Ex-Skifahrerin Nancy Greene und Basketball-Profi Steve Nash zuteil. Eigentlich hätte auch Eisschnellläuferin Catriona LeMay-Doan Hand, bzw. Fackel anlegen dürfen. Da jedoch einer der vier ausfahrbaren Träger des Feuers klemmte, musste sie tatenlos zusehen.

Erste Indoor-Eröffnung vor 55'000 Zuschauern

Eine halbe Stunde zuvor hatte Kanadas Generalgouverneurin Michaëlle Jean mit der traditionellen Formel das offizielle Startsignal für das dritte Olympiafest in Kanada nach Montreal 1976 (Sommer) und Calgary 1988 gegeben. Erstmals fand eine Eröffnungsfeier in einer gedeckten Arena statt. 55‘000 Zuschauer wohnten der Show im «BC Place» bei, dazu kamen gegen drei Milliarden TV-Zuschauer.

In Gedenken an Rodler Kumaritaschwili

Gewidmet wurde die Zeremonie dem wenige Stunden zuvor tödlich verunglückten georgischen Rodler Nodar Kumaritaschwili. Beim Einmarsch der georgischen Delegation setzte es eine «Standing Ovation» ab. Das siebenköpfige Team marschierte mit Trauerflor und einem schwarzem Band auf der Flagge ein.

Auch Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), ging gleich zu Beginn der Ansprachen auf den tragischen Unfall des Eröffnungstages ein. «In grösster und tiefster Traurigkeit nehmen wir zur Kenntnis, dass Nodar Kumaritaschwili heute beim Training in Whistler ums Leben gekommen ist. Unser Mitleid gilt seiner Familie, seinen Freunden und Landsleuten», sagte Rogge.

«Tragt seinen olympischen Traum auf euren Schultern und kämpft mit seinem Geist in euren Herzen», sagte John Furlong, der Präsident des Organisationskomitees VANOC, an die Athleten gewandt. Später, nach dem Aufzug der olympischen Fahne, gedachten die Zuschauer in einer Schweigeminute des verunglückten Schlittlers; gleichzeitig wurden die olympische und die kanadische Flagge auf Halbmast gesetzt.

Lambiel mit Pirouetten

Als Nummer 76 unter 81 Nationen hatte die 146-köpfige Schweizer Delegation die Arena betreten. Der sichtlich stolze Fahnenträger Stéphane Lambiel drehte unter den Augen von Bundespräsidentin Doris Leuthard auch ohne eisige Unterlage mehrere Pirouetten.

Begeisterte Schweizer Athletinnen

Snowboarderin Fränzi Mägert-Kohli fand den Event «eine superschöne Feier. Für mich haben mit dem Schritt ins Stadion hinein diese Olympischen Spiele so richtig angefangen.» Auch Schlittlerin Martina Kocher war beeindruckt: «Der Slogan 'Glowing hearts' (glühende Herzen) war deutlich zu spüren. Diese Feier hat alles erfüllt, was man von einer Eröffnungsfeier erwarten kann.»

12'000 Jahre Geschichte

Im Showteil hatten 4000 Darsteller auf einer künstlichen Schneelandschaft eine stimmungsvolle Zeitreise durch 12'000 Jahre kanadische Geschichte und Kultur vorgeführt. In der von den Australiern David Atkins und Ignatius Jones glanzvoll inszenierten Show wurde mit raffinierten optischen Effekten der Bogen von den ersten Indianerstämmen über die Epoche der Besiedlung bis in die Neuzeit gespannt.

TV-Hinweis

Falls Sie die Eröffnungsfeier verpasst haben, bieten wir Ihnen Abhilfe. «SF zwei» zeigt am Samstag um 17.25 Uhr eine Teilaufzeichnung der Zeremonie.

(si/rst/eli)