Fussball
Super League
FC Aarau vor Schicksalspiel
Mit zwei Partien wird am Samstag in die Rückrunde der Super League gestartet. Für Schlusslicht Aarau geht es im Heimspiel gegen Bellinzona schon am Sonntag ums Überleben in der Beletage des Schweizer Fussballs.
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Die Fussballfans in der Schweiz warten gespannt auf den Spitzenkampf zwischen Basel und den Young Boys vom Sonntag. Auch in den vier anderen Partien aber geht es um einiges.
Aarau – Bellinzona: Spiel der letzten Chance
Nach fast 30 Jahren in der obersten Spielklasse steht Aarau vor einem schwierigen Frühling. Mit nur 7 Punkten liegen die Aargauer 8 Zähler hinter Bellinzona und gar 15 Punkte hinter dem rettenden achten Rang zurück. Im Heimspiel gegen die Tessiner ist ein Sieg für das Team von Martin Andermatt daher absolute Pflicht.
Geld für eine Kaderaufbesserung war in Aarau nicht vorhanden. Einziger Neuzuzug ist der Finne Veli Lampi vom FC Zürich. Bellinzona setzt unter Trainer Alberto Cavasin aufs italienische Element und holte mit U17-Weltmeister Pajtim Kasami (Lazio Rom) und dem Ghanaer Edusei (Bari) zwei Spieler aus der Serie A.
In den drei anderen Partien kommt es zu drei Duellen im breiten Mittelfeld der Tabelle. Die 6 Teams zwischen Rang 3 (Luzern) und Rang 8 (St. Gallen) trennen nur 6 Punkte. Für alle Mannschaften geht es darum, sich im Kampf um Rang 4, der die Teilnahme an der Europa League bedeutet, möglichst gut zu positionieren.
Zürich – Xamax: Rückkehr von Ludovic Magnin
Gespannt ist man auf den ersten Auftritt 2010 von Schweizer Meister Zürich. Der FCZ will sich nach einem verhaltenen Herbst im Frühling wieder der nationalen Spitze nähern. Der Meisterzug ist zwar ohne Zürich abgefahren, Rang 3 liegt aber allemal drin. Mit Nati-Verteidiger Ludovic Magnin haben sich die Stadtzürcher prominent verstärkt.
Mit Xamax gastiert das Überraschungsteam der Hinrunde im Letzigrund. Xamax musste in der Winterpause seinen Traumsturm ziehen lassen. Ideye Brown (Sochaux) und Mario Gavranovic (Schalke) verliessen die Neuenburger. Die Neuzuzüge Skhelzen Gashi und Sanel Kuljic werden die Lücke nur schwerlich schliessen können.
St. Gallen – Sion: Fokus auf den Cup?
St. Gallen hat eine ruhige Winterpause verbracht. Die Ostschweizer haben den Vertrag mit Trainer Uli Forte verlängert und mit Germano Vailati eine neue Nummer 1 verpflichtet. Für den Aufsteiger ist nach wie vor der Klassenerhalt das oberste Saisonziel – und der Cupfinal, der im März mit einem Heimsieg über Challenge-League-Klub Lausanne erreicht werden kann. Sion reiste als einziges Super-League-Team nicht in ein Trainingslager. Saisonziel der Walliser, die sich mit drei ausländischen Spielern verstärkt haben: Ein Platz im Europacup.
Luzern – GC: Wer startet auch in der Rückrunde gut?
Luzern zeigte eine überraschend starke Halbsaison und liegt mit Rang 3 auf einem begehrten Europa-League-Platz. Ob die Luzerner diese Rangierung bis Saisonende werden halten können, hängt auch von der Form von Hakan Yakin ab. GC findet sich im gesicherten Mittelfeld, was in der momentanen finanziellen Situation der Hoppers als Erfolg zu werten ist. Mehr aber wird für das Team von Ciriaco Sforza in dieser Saison wohl nicht möglich sein.
(fel)
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