Tennis
Australian Open
Roger Federer triumphiert an den Australian Open!
Roger Federer hat in Melbourne seinen insgesamt 16. Grand-Slam-Titel errungen. Die Weltnummer 1 lieferte sich mit Andy Murray im Final der Australian Open einen packenden Kampf auf hohem Niveau und siegte in 161 Minuten mit 6:3, 6:4 und 7:6 (13:11).
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Für Federer ist es der vierte Triumph in «Down Under» nach 2004, 2006 und 2007. Im Vorjahr war er im Endspiel dem Spanier Rafael Nadal in fünf Sätzen unterlegen.
Murray: Dem Druck nicht standgehalten
Der Druck, der auf Andy Murray lastete, war offensichtlich zu gross. Ganz Grossbritannien erhoffte sich vom Schotten den 1. Grand-Slam-Titel nach 74 Jahren. Damals holte Fred Perry als vorerst letzter Brite mit dem Sieg an den US-Open einen Major-Titel für das Königreich.
«Es tut mir leid, dass ich es heute nicht geschafft habe», entschuldigte sich Murray nach dem Spiel unter Tränen bei seinen Landsleuten. «Ich kann zwar weinen wie Roger, aber leider nicht so gut Tennis spielen wie er.»
Roger Federer spendete Trost: «Du spielst so gut Tennis, dass du irgendwann einen Major-Titel holen wirst, mach dir darüber keine Sorgen.» Anschliessend bedankte sich der glücklich strahlende Sieger auch beim fantastischen Publikum: «Ihr kitzelt jeweils das Beste aus mir raus!»
Turbulenter Auftakt
Die Partie zwischen der Weltnummer 1 Federer und der neuen Nummer 3 Murray begann äusserst turbulent. Federer gelang ein frühes Break und führte rasch mit 2:0. Murray liess sich aber nicht verunsichern und schaffte prompt das Rebreak. Den Wendepunkt im 1. Satz bildete Federers Break beim Stand von 4:3. Der Baselbieter erspielte sich mit einer hervorragend vorbereiteten Rückhand longline den Breakball, den er auch gleich nutzte.
«Chirurgen-Tennis» von Federer
Im 2. Durchgang bot Federer phasenweise fast perfektes Tennis. Wiederum gelang ihm ein frühes Break und mit seinen chirurgisch präzis gespielten Bällen brachte er seinen Kontrahenten schier zur Verzweiflung. Denn Murray spielte keineswegs schlecht, sondern befand sich stets auf Augenhöhe mit Federer. Doch der Baselbieter blieb fehlerlos und entschied sich intuitiv für den richtigen Schlag. Ausdruck dafür ist die Tatsache, dass Federer Murray in Durchgang 2 keinen einzigen Breakball zugestehen musste.
Murrays Zitterhand
Der 3. Satz schien anfangs die Wende für den Schotten zu bringen. Murray brachte mehr Druck hinter die Bälle, und es gelang ihm mehr und mehr, die Ballwechsel zu kontrollieren. Doch im entscheidenden Moment verliessen den Briten die Nerven. Er erspielte sich 4 Breakbälle, konnte aber lediglich einen verwerten.
Federer hingegen kämpfte sich nach einem 3:5-Rückstand eindrücklich in den Satz zurück und rettete sich mit spektakulären Punkten ins Tie-Break. Dort standen beide Kontrahenten nahe am Satzgewinn. Doch wiederum begann Murrays Hand zu zittern: Er konnte keinen seiner 5 Satzbälle nutzen. Letztendlich schlug Federer Kapital daraus und verwertete nach 161 Minuten den 3. Matchball.
«King Rogers» Weg zum 4. Titel
(rst/sil)
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F. Hans-Jürg
Verfasst am: 1.2.2010 17:02
Schön...
Ich finde es immer schön, wenn Menschen mit... mehr
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