Tennis
ATP Masters
Roger Federer beim ATP-Masters ausgeschieden
Roger Federer hat es verpasst, sich zum sechsten Mal für einen Masters-Final zu qualifizieren. In London unterlag die Weltnummer 1 im Halbfinal dem Russen Nikolai Dawidenko (ATP 7) mit 2:6, 6:4 und 5:7. Dessen Finalgegner vom Sonntag heisst Juan Martin Del Potro.
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Roger Federer kassierte im 13. Duell mit Nikolai Dawidenko erstmals eine Niederlage. «Natürlich bin ich enttäuscht», so Federer, «aber nicht weil ich gegen Dawidenko verloren, sondern weil ich den Final verpasst habe.» Federer hätte so gerne das Tennisjahr 2009 mit einem grossen Sieg beendet. Stattdessen verabschiedete er sich mit zwei Niederlagen hintereinander in die kurze, fünfwöchige Pause.
Wie schon in allen Gruppenspielen beim ATP-Masters in London musste Federer auch im Halbfinal gegen Dawidenko den ersten Satz abgeben. Nach einer halben Stunde stand es bereits 2:6 aus Sicht der Weltnummer 1. «Gegen die Weltbesten kann man es sich nicht leisten, jedes Mal den Start zu verschlafen - schon gar nicht in der Halle, wo das Momentum rasch von der einen auf die andere Seite wechseln kann.»
Im zweiten Satz gelang Federer aber erneut die zwingend notwendige Steigerung. Er schlug bedeutend sicherer auf und reduzierte die Anzahl unerzwungener Fehler. Aus der leichten Überlegenheit im zweiten Satz konnte der Schweizer jedoch erst ganz am Schluss Kapital schlagen, als er dem Russen den Aufschlag zum Satzgewinn abnehmen konnte.
Einen ähnlichen Spielverlauf wie der zweite nahm zunächst auch der dritte Satz. Beide Spieler brachten ihre Aufschlagsspiele bis zum 5:4 relativ sicher durch. Danach geriet Dawidenko bei seinem Aufschlagsspiel 0:30 in Rückstand, gewann aber vier Punkte in Serie und blieb im Spiel.
Was lief in dieser Phase schief bei Federer, der sonst oft die wichtigen Punkte für sich entscheidet? «Ich weiss es nicht genau. Ich weiss nur, dass ich grosses Glück hatte, überhaupt 30:0 zu führen. Dann traf ich wie so oft in diesem Spiel eine falsche Schlagwahl.»
Im folgenden Aufschlagsspiel von Roger Federer war es der Russe, der sich die erste Breakchance des Satzes holte - und das Break auch gleich realisierte. Dramatisch verlief auch das allerletzte Game: zwei Punkte für Dawidenko, ein Breakball für Federer, ehe Dawidenko die letzten drei Punkte zum Matchgewinn für sich verbuchen konnte. Federer analysierte nach dem Spiel: «Den Sieg gekostet hat mich aber nicht die Schlussphase, sondern dass ich wiederum den Start verschlief.»
Mit der zwölften Saisonniederlage beendete Federer damit sein Tennisjahr 2009. Insbesondere der Sommer dürfte ihm dabei in besonderer Erinnerung bleiben mit dem «Double» Roland Garros/Wimbledon sowie der Rückkehr auf den Thron. Der Schweizer beendet zum fünften Mal ein Jahr als Weltnummer 1.
Dementsprechend ist Federer auch nicht allzu enttäuscht: «Ich will nicht zuviel darüber nachdenken, was im letzten Turnier des Jahres falsch gelaufen ist. Denn es ist phänomenal für mich, das Jahr wieder als Nummer 1 zu beenden. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Saison.»
Final Dawidenko - Del Potro
Im zweiten Halbfinal setzte sich Juan Martin Del Potro gegen Robin Söderling mit 6:7, 6:3 und 7:6 durch. Für Dawidenko wird es der zweite Final in Serie sein. Vor einem Jahr unterlag der Russe im Endspiel Novak Djokovic. «SF zwei» überträgt die Finalpartie aus London live ab 15.30 Uhr.
(ste/rst)
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