Fussball
Super League
Schiesst sich Zürich gegen Aarau aus der Krise?
In der Champions League und im Cup gescheitert, in der Super League auf Rang 8 abgerutscht. Meister Zürich sollte der FC Aarau als Gegner in der 17. Runde gerade recht kommen, um sich die Probleme vom Leib zu schiessen.
Bild
So schlecht es um die Zürcher im Moment auch steht, Aarau hat in dieser Saison noch weniger zu lachen als der Meister. Das Team von Martin Andermatt grüsst seit August vom Tabellenende und hat seit dem 1:0 zum Meisterschaftsauftakt gegen GC kein Spiel mehr gewonnen. Immerhin zeigte die Tendenz zuletzt mit zwei Unentschieden in den letzten drei Partien ein wenig nach oben.
Von einer Aufwärts-Tendenz kann beim FCZ derzeit nicht die Rede sein. Nur gerade ein Sieg in den letzten 7 Liga-Spielen, so lautet die ernüchternde Bilanz. Die 0:1-Niederlage im Bernabéu gegen Real Madrid vom Mittwoch lässt die Zürcher aber ein wenig hoffen. «Die Mannschaft ist wieder eine Mannschaft. Sie lebt als Einheit», so Bernard Challandes. Diesen Mannschaftsgeist müsse man gegen Aarau zeigen.
Die Vergangenheit spricht allerdings nicht für einen FCZ-Erfolg am Sonntag gegen die Aargauer. In drei von vier Fällen verloren die Zürcher nach einem Champions-League-Einsatz das darauffolgende Spiel in der Super League. Im Hinspiel resultierte auf dem Brügglifeld lediglich ein Remis.
Während der Meister kränkelt, ist der FC St. Gallen gesünder denn je. Nach einem Zwischentief Ende September und anfangs Oktober haben die Ostschweizer die letzten drei Partien allesamt zu null gewonnen. Ein Sieg am Samstag gegen den viertplatzierten FC Luzern würde den Aufsteiger wieder in die Nähe eines Europacup-Platzes bringen. «Das ist ein zäher und robuster Gegner, der nur wenig Gegentore bekommt», so FCL-Coach Rolf Fringer über die Olmastädter.
Die Partie in St. Gallen ist auch gleich Hauptprobe für den Cup-Viertelfinal zwischen den beiden Mannschaften am 10. Dezember.
Eine Serie der ganz unangenehmen Sorte hat in den vergangenen Wochen die AC Bellinzona hingelegt. 1:7, 0:5 und 0:7 lauteten die letzten drei Ergebnisse der «Granata». Dass die Tessiner noch immer auf dem Barrage-Platz liegen, verdanken sie lediglich Aaraus schwachem Abschneiden in dieser Saison. Gegen Sion soll nun am Sonntag die Wende herbeigeführt werden. Allerdings sind die Sittener seit vier Partien ungeschlagen.
Bei den Grasshoppers dürfte die Stimmung weit besser sein als bei Bellenz. In der letzten Runde fertigte man die ACB gleich mit 7:0 ab, zudem wurde am Freitag bekannt, dass GCs zu erwartender Schuldenberg in Höhe von 4,5 Mio. Fr. gedeckt werden kann und der Spielbetrieb der laufenden Saison somit gesichert ist.
Am Samstag gastieren die «Hoppers» bei Xamax. Die Neuenburger halten sich immer noch tapfer auf dem 3. Platz, haben aber zuletzt vier Mal nicht mehr gewinnen können.
(bon)


