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Eishockey

NLA

NLA: Die Positionen sind bezogen

Samstag, 21. November 2009, 8:55 Uhr, Aktualisiert 15:30 Uhr

In der NLA ist die Hälfte der Qualifikation gespielt. An der Spitze stehen mit dem SC Bern und den ZSC Lions die erwarteten Teams. Wie haben die 12 Mannschaften in der ersten Saisonhälfte abgeschnitten und was ist vom weiteren Saisonverlauf zu erwarten?

Auf Augenhöhe: Der SC Bern und die ZSC Lions. keystone

ZSC Lions: Die ZSC Lions haben einen souveränen Saisonstart hinter sich. Der designierte Nati-Coach Sean Simpson versteht es, sein Team in jedem Spiel ideal auf den Gegner vorzubereiten. Die Lions sind vor allem auswärts sehr stark und können mit Topskorer Matthias Seger auf den besten Schweizer Verteidiger der Liga zählen. Der aktuelle Tabellenführer wird im Frühling ein heisser Meisterkandidat sein.

SC Bern: Die «Mutzen» haben ihre Klasse in einigen Partien angedeutet, agieren aber nicht in jedem Spiel auf höchstem Niveau. Beim SCB weiss man, dass es erst in den Playoffs wirklich zählt. Travis Roche hat seinen Wert als Offensiv-Verteidiger bewiesen, im Angriff ist man in Bern mit den Ausländern indes noch nicht richtig glücklich. Der SCB wird sich mit den Lions einen heissen Kampf um den Quali-Sieg liefern.

EV Zug: Der EVZ hat zum Saisonstart mit dem Traumsturm Josh Holden, Damien Brunner und Fabian Schnyder begeistert. Zwar ist die Paradelinie zuletzt etwas ins Stocken geraten, in engen Spielen kann aber auch der neue Keeper Jussi Markanen den Unterschied ausmachen: Der EVZ hat mit Abstand am wenigsten Gegentreffer kassiert. Zwischenrang 3 ist zur Quali-Hälfte zwar überraschend, es deutet aber wenig darauf hin, dass Zug noch weit nach hinten durchgereicht wird.

Das Überraschungsteam: Der EV Zug liegt auch dank den Toren von Josh Holden auf dem dritten Tabellenplatz. keystone

Genf: Das Team von Chris McSorley ist die Heimmacht schlechthin: 9 Heimspiele, 9 Siege. Das Team ist defensiv hervorragend organisiert und hat das statistisch beste Unterzahlspiel der Liga. Nati-Stürmer Thomas Déruns hat sich vom Bandenhobler zum Topskorer entwickelt, Keeper Tobias Stephan spielt eine bislang überzeugende Saison. Erstes Ziel von Genf ist Platz 4 und Heimvorteil in den Playoffs. Eine durchaus realistische Ambition.

HC Davos: Der HCD hat trotz gewichtigen Abgängen (u.a. Riesen, Ambühl, Sykora) einen starken Saisonstart hingelegt, zuletzt allerdings nur noch selten überzeugen können. Der Substanzverlust aus der Transferperiode könnte sich im weiteren Verlauf als die erwartet grosse Hypothek erweisen. Ein Bangen um die Playoffs wird es trotzdem nicht geben. Schafft es Trainer Arno Del Curto wieder, sein Team im Frühling ideal auf die Playoffs einzustellen?

Kloten Flyers: Die «Flieger» haben seit Saisonbeginn mit grossen Verletzungssorgen zu kämpfen. Zeitweise standen Trainer Anders Eldebrink nur gerade vier gesunde Verteidiger zur Verfügung. Die ungewohnt vielen Gegentore sind daher verständlich. Die Flyers haben bereits sieben Ausländerlizenen verbraten und hoffen, mit Justin Forrest endlich den passenden Ersatz für den bis zum Saisonende verletzten Radek Hamr gefunden zu haben.

Die Kloten Flyers und ihr Coach Anders Eldebrink hatten mit vielen Verletzungen zu kämpfen. keystone

Rapperswil-Jona Lakers: Die Lakers befinden sich wie erwartet auf Kurs Richtung Playoff-Plätze. Der Zuzug von Goalie Daniel Manzato hat sich voll ausbezahlt, der langjährige Nordamerika-Legionär hat dem Team neue defensive Stärke verliehen. In den letzten Partien sind die St.Galler aber in eine kleine Krise geraten. Coach Raimo Summanen ist gefordert, möglichst schnell wieder Gegensteuer zu geben. Ansonsten könnten die Lakers doch noch ins Rennen um die Playoff-Plätze zurückfallen.

HC Lugano: Die Tessiner, vor der Saison als Titelanwärter gehandelt, haben sich nach einem miserablen Start wieder gefunden und sind zuletzt erstmals seit dem 2. Oktober wieder über den Playoff-Strich vorgestossen. Der Ausländersturm mit Hnat Domenichelli, Jeff Hamilton und Randy Robitaille zeigt sich treffsicher, Keeper David Aebischer hält wieder dicht und Stratege Petteri Nummelin scheint wieder gesund zu sein. Eigentlich dürfte Lugano mit dem Strichkampf bald nichts mehr zu tun haben.

Fribourg-Gottéron: Serge Pelletier hatte zu Beginn der Saison mit Verletzungspech zu kämpfen, Stars wie Julien Sprunger, Sandy Jeannin oder Andrej Bykow fielen aus. Seit die Leistungsträger langsam aber sicher zurückkehren, zeigt die Formkurve mit sieben Siegen in Folge steil aufwärts. Bald dürfte Fribourg, das wie Lugano in der Krise auf einen Trainerwechsel verzichtet hat, den Anschluss an die Playoff-Plätze geschafft haben.

Fribourg kommt immer besser in Fahrt. Mit Julien Sprunger ist ein wichtiger Leistungsträger zurück im Team. keystone

EHC Biel: Die Seeländer haben in der zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg einen starken Start hingelegt und konnten den Platz über dem Strich bis in den November hinein verteidigen. Zuletzt gab es jedoch acht Niederlagen in Serie, dazu kommen die Ausfälle der Topskorer Rico Fata und Sébastien Bordeleau. Für das Team von Kent Ruhnke kündigt sich eine schwere Zeit an, den Verantwortlichen ist allerdings bewusst, dass es vor allem am Ende der Saison wieder zählen dürfte.

SCL Tigers: Die von finanziellen Problemen gebeutelten Emmentaler schlagen sich wacker. Kanterniederlagen wie in Fribourg (4:9) oder in Davos (4:13) stehen unter anderem Heimsiege gegen Genf und Zug (jeweils 5:0) oder zuletzt der Auswärtssieg bei den Lakers (6:3) gegenüber. Mit Goalie Benjamin Conz und Stürmer Alexandre Daigle (im Tausch mit Oliver Setzinger) hat man zuletzt gar zwei gute Transfers tätigen können. Die Moral scheint intakt, auch wenn man im Hinblick auf die Playoffs in dieser Saison wohl kein Wörtchen mitreden kann.

HC Ambri-Piotta: Mit nur 13 Punkten und weniger als zwei erzielten Toren pro Spiel sind die Leventiner das abgeschlagene Schlusslicht der NLA. Zuletzt gab es gar zwölf Spiele ohne einen einzigen Sieg. Erschwert wird die Lage durch einen Konflikt zwischen Coach Benoit Laporte und dem amerikanischen Stürmer Erik Westrum, den man offenbar loswerden möchte. Es wäre bereits der zweite Ausländerwechsel nach der Verletzung von David Schneider. Konstanz sieht anders aus, spätestens bis im März muss Ambri sich wieder als Einheit präsentieren.

(ac/fel)

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NLA: Playoff-1/4, 5. Runde

Genf - Fribourg 4:3 nV
Serie: 2:3
Davos - Kloten 1:3
Serie: 2:3
Zug - ZSC 1:6
Serie: 3:2

NLA: Playoff-Topskorer (18.03.10)

Name P (T/A)
1. Rüthemann 8 (4/4)
1. Holden 8 (8/4)
3. Santala 7 (4/3)
3. Monnet 7 (4/3)
5. McTavish 7 (2/5)
5. Seger 7 (2/5)
7. Salmelainen 6 (3/3)
7. Vigier 6 (3/3)
9. Brunner 6 (2/4)
10. Dupont 6 (1/5)
10. Bykow 6 (1/5)

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