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U17-WM

U17: Mit Freude und Selbstvertrauen in den WM-Final

Sonntag, 15. November 2009, 9:39 Uhr, Aktualisiert 15:28 Uhr

Die Schweizer U17-Nati kann mit einem Sieg im WM-Final gegen Nigeria am Sonntagabend Fussballgeschichte schreiben. Von Druck ist bei den Schweizern wenig zu spüren. Mit Freude und Selbstvertrauen steigen sie in den grossen Final.

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Den Schweizern ist die Anspannung am Tag des wichtigsten Spiels ihrer Karriere kaum anzumerken. Vielmehr herrscht im Lager der Schweizer U17-Junioren eine riesige Vorfreude auf den WM-Final gegen Gastgeber und Titelverteidiger Nigeria.

«We have pleasure - not pressure» («Wir haben Freude, keinen Druck»), beschreibt Coach Dany Ryser die Situation mit einem englischen Wortspiel. Der Druck lastet tatsächlich nicht auf der Schweiz, welche erstmals überhaupt an einer U17-WM teilnimmt, sondern auf dem Gegner Nigeria.

Bereits dreimal haben die «Eaglets», die jungen Adler, den WM-Pokal, der am Samstag bei der Medienkonferenz präsentiert wurde, gewonnen. Zweimal standen sie zudem im Endspiel. Eine eindrückliche Bilanz.

Dieser Erfolg ist auch auf das riesige Spieler-Reservoir der Nigerianer zurück zu führen. Mit 140 Millionen Einwohnern ist Nigeria der bevölkerungsreichste Staat des afrikanischen Kontinents und Fussball spielt überall eine grosse Rolle. Die U17 erntet denn auch grosse Beachtung und Unterstützung, die jungen Spieler werden geliebt. 60‘000 Zuschauer werden heute in Abuja erwartet.

Die Erwartungshaltung im Land des Gastgebers ist riesig. «Nigeria muss dieses Spiel gewinnen, diese Forderung stellt ein ganzes Land», sagt der Schweizer Mittelfeldspieler Janick Kamber. Für die Schweiz wäre ein Sieg der krönende Höhepunkt einer an sich schon fantastischen WM. «Wir müssen nicht gewinnen. Wir dürfen», so Kamber.

Die Schweizer sind trotz der begeisternden Partien, welche sie auf dem Weg in den WM-Final geliefert haben, Aussenseiter. Ryser hat sein Team auf den Favoriten Nigeria eingestellt. Dass die Schweizer mit zuviel Respekt ans Werk gehen werden, ist kaum zu befürchten. «Wir wissen um unsere Stärke, und wir respektieren Nigerias Stärke. Wir freuen uns auf ein spannendes, gutes Spiel zum Abschluss der Weltmeisterschaft», meint der Schweizer Captain Frédéric Veseli.

Die beiden GC-Stürmer Haris Severovic und Nassim Ben Khalifa kämpfen noch um die Torjäger-Krone des Turniers. Je vier Treffer haben die beiden Offensiv-Künstler bisher erzielt. Ben Khalifa wurde zudem mit Team-Kollege Pajtim Kasami, der im offensiven Mittelfeld agiert, für den «Goldenen Ball» nominiert. Mit diesem wird der beste Spieler des Turniers gekürt. Mit einem gelungenen Final-Auftritt würden die Erfolgschancen der drei jungen Schweizer wohl sprunghaft steigen.

Die Schweizer Fussballfans glauben fest an den Weltmeistertitel. 87 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage auf sport.sf.tv sind überzeugt, dass die Schweizer auch gegen Nigeria gewinnen. Eine Minderheit von 13 Prozent ist der Meinung, dass Nigeria doch eine Nummer zu gross ist für die Schweizer U17-Junioren.

Kamber, Veseli und Co. werden alles daran setzen, mit dem Pokal in den Händen in die Schweiz zurückzureisen. Denn bei aller Freude über das Geleistete ist für Kamber klar: «Ein Final ist zum Gewinnen da. Wir wollen diesen Pokal!»

Voraussichtliche Aufstellung

Schweiz: Siegrist; Martignoni, Veseli, Chappuis, Rodriguez; Kamber, Buff, Kasami, Xhaka; Seferovic, Ben Khalifa.

TV-Hinweis

«SF zwei» überträgt den WM-Final zwischen der Schweiz und Nigeria live ab 18.50 Uhr.

(gaf/ros)