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ATP Basel

ATP Basel: Roger Federer zum Vierten?

Sonntag, 1. November 2009, 11:18 Uhr, Aktualisiert 22:13 Uhr

Das ATP Turnier von Basel zählt neu zu den 25 grössten Events im Männertennis und das Preisgeld wurde verdoppelt. Eines ist jedoch gleich geblieben: Der Topfavorit heisst Roger Federer - und der strebt ab Montag an seinem «Heimturnier» den vierten Triumph in Serie an.

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Roger Federer vor dem ATP-Turnier in Basel

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Federer würde damit Stefan Edberg als alleiniger Rekordhalter ablösen und nach allen beeindruckenden Serien auf internationaler Ebene auch dafür sorgen, dass einen Steinwurf vom Elternhaus entfernt die Geschichtsbücher umgeschrieben werden müssen.

Für Federer hat das Turnier durch den Sprung in den elitären Zirkel der «Formel 500»-Turniere auch punkto Weltrangliste an Bedeutung gewonnen. Mit den 500 Punkten, die es neben den 291'700 Euro (Preisgeld total: 1'755'000 Euro) für den Titelgewinn gibt, würde Federer seinen Vorsprung auf den in der kommenden Woche pausierenden Rafael Nadal signifikant auf 1710 Zähler vergrössern.

Nun ist die Weltnummer 1 bereit für den Schlussspurt, der via Basel und Paris-Bercy ans Masters nach London führt. «Ich bin wieder fit und freue mich sehr auf Basel», sagte der grosse Turnierfavorit, der sein Programm am Montag um 18.30 Uhr gegen Olivier Rochus (Be) aufnehmen wird.

Federers Weg zum vierten Titel ist nicht einfach, obwohl mit dem ausgebrannten und verletzten Juan Martin del Potro und Jo-Wilfried Tsonga zwei der vier ursprünglich angekündigten Top-Ten-Spieler fehlen.

Erster Herausforderer Federers ist damit Novak Djokovic (ATP 3), der heuer drei Turniere gewonnen sowie fünf Endspiele erreicht hat, bei den Majors aber insgesamt unter den Erwartungen geblieben ist.

Zu den nächsten Konkurrenten zählen der stets unberechenbare, in Basel aber oft glänzend disponierte Fernando Gonzalez und Wild-Card-Empfänger Marin Cilic. Der Kroate erreichte in Flushing Meadows mit einem Dreisatzsieg gegen Andy Murray seinen ersten grossen Viertelfinal.

Ebenfalls in der Gesetztenliste figuriert mit Stanislas Wawrinka (ATP 21) der zweitbeste Schweizer. Hinter den Formstand des Lausanners gilt es aber ein dickes Fragezeichen zu setzen, musste er doch vor zwei Wochen in Schanghai wegen einer Bauchmuskelzerrung gegen den in Basel ebenfalls startenden Tschechen Radek Stepanek (ATP 14) aufgeben. «Ich konnte erst am Donnerstag erstmals wieder voll trainieren», so der Halbfinalist von 2006.

Mit Marco Chiudinelli (ATP 71) sowie Michael Lammer, der sich in der Quali gegen Landsmann Roman Valent durchsetzte, ist die Swiss-Tennis-Delegation mit vier Spielern sehr prominent vertreten. Chiudinelli, der zum Zeitpunkt des Cuts noch Rang 117 belegt hat und damit eine Wildcard benötigt, ist bei seinem gegenwärtigen Formstand einiges zuzutrauen.

Die Sieger der letzten zehn Jahre

(si/bon)