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Champions League

FC Zürich unterliegt Marseille

Mittwoch, 21. Oktober 2009, 20:16 Uhr, Aktualisiert 22.10.2009, 0:37 Uhr

Der FC Zürich hat in der Champions League im dritten Gruppenspiel die zweite Niederlage einstecken müssen. Der Schweizer Meister verlor zuhause gegen Olympique Marseille durch einen Treffer von Heinze mit 0:1.

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CL: Zürich - Marseille (Höhepunkte)

Gespielt waren knapp 70 Minuten, als sich im Letzigrund innerhalb von 60 Sekunden mehr ereignete als in der gesamten Spielzeit davor. Der Argentinier Gabriel Heinze konnte unbedrängt eine Flanke von Lucho Gonzalez volley abnehmen - 1:0 für Marseille. Dabei profitierte der Torschütze von einem Abstimmungsfehler zwischen Hannu Tihinen und Florian Stahel, die sich beide auf Mamadou Niang konzentriert hatten.

Nur wenige Sekunden später wäre der Ausgleich fast perfekt gewesen. Ein Freistoss von Milan Gajic segelte an Freund und Feind vorbei direkt aufs Tor, doch Frankreichs Nati-Keeper Steve Mandanda konnte im letzten Moment parieren.

Vor und nach diesen beiden Szenen waren die Höhepunkte an einer Hand abzuzählen. Zu viele Missverständnisse prägten und hemmten den Spielaufbau und liessen kaum flüssige Angriffe zu. Vor allem auf Zürcher Seite lief in der ersten Halbzeit wenig bis gar nichts. Marseille war zu dominant und störte die Gastgeber früh in ihren Angriffsauslösungen. Einzige offensive Szene des FCZ war ein Flachschuss von Gajic (20.).

Die Südfranzosen jubelten bereits in der dritten Minute zum ersten Mal, doch das Abpraller-Tor von Brandão wurde zu Recht wegen Offside aberkannt. Gefährlich für den FCZ wurde es nach einem Kopfball Hiltons, der jedoch über das Tor flog. Die beste Chance zum Führungstreffer bot sich allerdings Brandão kurz vor der Pause, als er eine Hereingabe von Niang aus kürzester Distanz nicht am stark reagierenden Johnny Leoni vorbeibrachte.

Der FCZ kam verbessert aus der Pause und konnte das Spielgeschehen nun vermehrt ausgeglichen gestalten. Doch ausser einem Schuss von Johan Vonlanthen (47.), der Mandanda zu einer Parade zwang, konnten die Zürcher die Hintermannschaft von Marseille nicht bedrängen.

Der achtfache französische Meister spielte über 90 Minuten nicht überragend. Aber gegen das kompakte Auftreten in der Mittelzone fanden die Zürcher selten bis nie ein geeignetes Mittel. Allerdings fehlte im Spiel des Schweizer Meisters auch der Mut und der Glaube an die eigenen Stärken.

(jäg)