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Hitzfeld: Zwischen zwei Remis liegt eine Welt(-meisterschaft)
Die WM-Qualifikation begann mit einem unglücklichen Remis gegen Israel. Sie endete mit einem umjubelten Remis gegen Israel. Dazwischen hat Ottmar Hitzfeld mit der Nati Grosses geleistet.
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Es sah nicht gut aus im September 2008. Im ersten Pflichtspiel unter Hitzfeld hatte die Nati in Tel Aviv eine 2:0-Führung in letzter Sekunde verspielt, im zweiten unterlag sie zuhause sensationell den bescheidenen Luxemburgern.
Der mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Lörracher wankte, die Pleite gegen Luxemburg bezeichnete er als die schwerste Niederlage seiner Karriere. Aber er fiel nicht. Hitzfeld zog die richtigen Schlüsse. Er scheute sich auch nicht, die Mannschaft umzustellen.
Im nächsten Match gegen Lettland setzte er auf vier Positionen neue Spieler ein - die Schweiz gewann 2:1. Die starke Reaktion der Nati auf den Tiefschlag einen Monat zuvor sollte der Startschuss zu einem Steigerungslauf sein. Captain Alex Frei brachte die Entwicklung der Mannschaft auf den Punkt: «Wir haben gelernt, nicht zu verlieren.»
Der Stürmer, der am Mittwoch zu seiner Enttäuschung nicht in der Startformation stand, formulierte damit eine der grössten Stärken des 60-jährigen Deutschen: die Siegermentalität.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Aus den letzten acht WM-Quali-Spielen resultierten für die Schweiz 6 Siege und 2 Unentschieden. Entscheidend für den Gruppensieg waren die «Big Points» gegen den direkten Gegner Griechenland. Bekäme die Nationalmannschaft für ihre Spiele indes Stilnoten, würden sie die glänzende Resultat-Statistik nicht widerspiegeln. «Wir mussten hier keinen Schönheitspreis gewinnen, sondern nur die Punkte holen», entschuldigte sich Hitzfeld beispielsweise nach dem erknorzten Auswärtssieg in Moldawien.
Solche und ähnliche Aussagen gehören zum Standard-Repertoire Hitzfelds, der als Klubtrainer alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. Er weiss nur zu gut, dass er seine 7 Bundesliga-Meistertitel und 2 Champions-League-Erfolge nicht nur mit fussballerischem Spektakel errungen hat.
Mit der direkten Qualifikation für die WM in Südafrika hat der studierte Mathematiker sich und der Schweiz bewiesen, dass seine Pläne auch als Nationalmannschaftstrainer aufgehen. Hitzfeld setzt sich nun neue Ziele: «Vielleicht werden wir an der WM zum Favoritenschreck», richtete er seinen Blick bereits wieder nach vorne.
(koem)
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