Fussball
WM-Qualifikation
Hitzfeld: «Ein Traum geht in Erfüllung»
Schweiz gegen Israel war kein Spiel für Liebhaber der Fussball-Ästhetik. Doch am Ende zählt das Resultat - und dies spricht für die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld. Die Schweiz reist an die WM in Südafrika, alles andere ist belanglos.
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Die Kälte und die ereignisarme Begegnung machten es den 38'500 Zuschauern nicht leicht, Feststimmung zu verbreiten. Doch mit dem Schlusspfiff kam die Erkenntnis, dass die kleine Schweiz Grosses vollbracht hat. Als Gruppensieger an die WM zu fahren, verdient Respekt und Achtung, egal wie die Gegner hiessen, egal wie die Punkte erkämpft wurden.
«Wir wollten ein Zittern in den letzten zehn Minuten verhindern», sagte ein immer noch nicht gelöster Ottmar Hitzfeld unmittelbar nach Spielschluss. «Doch dann hielt die Anspannung bis zum Spielende. Jetzt bin ich stolz auf die gesamte Mannschaft und alle Beteiligten.»
Der Kampf und Krampf war im Spiel der Schweizer unübersehbar. Einmal mehr fehlte das kreative Element. Wie schon in den Spielen zuvor führten fast ausnahmsweise Standards zu gefährlichen Offensiv-Szenen. «Alles egal», resümierte Captain Christoph Spycher, nun stehe das Geniessen im Vordergrund.
Die einzige Niederlage in den 10 Quali-Spielen kassierte die Schweiz ausgerechnet gegen das bescheidene Luxemburg. «Wir standen nach den ersten zwei Partien nur mit einem Punkt da, aber das war vielleicht entscheidend», meinte Diego Benaglio, der die Partie krankheitshalber von der Tribüne aus verfolgte. Dank tollem Teamgeist und Moral habe sich die Mannschaft eindrücklich zurückgekämpft.
«Ein Traum geht für mich in Erfüllung», antwortete Hitzfeld nach seinen Gefühlen befragt. Aber auch Genugtuung steckte in den Worten des Lörrachers. Was er denn als Trainer der Schweizer Nationalmannschaft wolle, fragte ihn einst Bayern-Manager Uli Hoeness, da könne man ja nichts erreichen. Ein Gruppensieg in einer WM-Qualifikation mit der Schweiz - eine starke Antwort.
(jäg)
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