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Triathlon

Schildknecht will auf das Hawaii-Podest

Samstag, 10. Oktober 2009, 9:26 Uhr, Aktualisiert 19:26 Uhr

Ronnie Schildknecht und Natascha Badmann stehen bei der Ironman-WM in der Nacht auf Sonntag auf Hawaii im Schweizer Fokus. Beide streben einen Spitzenplatz an, für Schildknecht geht es um den ersten Podestplatz beim Klassiker.

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Ronnie Schildknecht will ein Jahr nach seinem imponierenden 4. Rang an der Ironman-WM auf Hawaii in der Nacht auf kommenden Sonntag noch einen draufsetzen. Der dreifache Ironman-Switzerland-Sieger ist jedoch nur einer von gut zwei Dutzend Podestplatz-Kandidaten im Männer-Feld.

Schildknecht wurde zudem nach seinem Hattrick am Ironman Switzerland (Mitte Juli) im Aufbau für Hawaii von einem Virus gestoppt. Die entscheidende Vorbereitung im September wurde aber davon nicht mehr beeinträchtigt.

In der Nähe von Los Angeles holte sich Schildknecht mit weiteren Schweizer Profi-Qualifikanten wie Stefan Riesen und Serge Mayer sowie teilweise auch mit Chris McCormack (Au/Hawaii-Champion 2007) als Trainingspartner den letzten Schliff.

Schildknecht fühlt sich nun wieder top und zur nächsten Grosstat bereit. Besser als auf Platz 3 (Carl Kupferschmid 1985) hat noch kein Schweizer Triathlet auf Big Island abgeschnitten.

Neben Schildknecht hatte im Vorjahr mit dem Innerschweizer Mathias Hecht (8.) überraschend auch ein zweiter Schweizer die Top Ten und damit die Preisgeld-Ränge erreicht.

Mit dem Westschweizer Hawaii-Debütanten Mike Aigroz (holte Last-Minute-Quali-Ticket Ende August mit Rang 2 am Ironman Canada) sowie dem Neo-Profi Patrick Wallimann (Zweiter am Ironman China) sind zwei weitere Schweizer mit Top-20-Potenzial am Start.

Höhere Ambitionen hegt sicherlich die sechsfache Hawaii-Siegerin Natascha Badmann. Die 42-jährige Küngoldingerin war vor zwei Jahren in Hawaii mit dem Rad fürchterlich gestürzt. Sie verletzte sich am Oberkörper erheblich und musste geraume Zeit nicht nur um die Fortsetzung ihrer Karriere, sondern auch um die Wiederherstellung der Alltagstauglichkeit bangen.

Im Vorjahr beim 30-jährigen Jubiläum des bedeutendsten Triathlons der Welt gab Badmann im abschliessenden Marathon auf, da sich der Trainingsrückstand als zu gross erwies. Badmann startete bislang zwölfmal an der Ironman-WM auf Hawaii (Debüt 1996). Erreichte die einstige Queen of Kona die Zielgerade auf dem sagenumwobenen Alii Drive, schaffte sie jeweils auch ausnahmslos die Preisgeldränge (neunmal Top Ten).

Als zweitbeste Schweizerin dürfte die laufstarke Monika Lehmann (Zweite am diesjährigen Ironman Switzerland) bei ihrem Hawaii-Debüt die Top 20 erreichen.

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen gelten die Titelverteidiger als Topfavoriten. Craig Alexander (36/Au) und Chrissie Wellington (32/Gb) dürften nur schwer zu schlagen sein.

Wellington ist seit ihrem Ironman-Debüt 2007 in Südkorea über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 Laufkilometer ungeschlagen. In Hawaii strebt sie ihren dritten Triumph in Folge an.

In der Bucht von Kailua-Kona müssen die rund 1800 Athleten beim Schwimmen im schlimmsten Fall mit Tigerhaien, beim Radfahren mit peitschendem Seiten- und Gegenwind und im abschliessenden Marathon mit Glutofen-Hitze rechnen.

(si/ac)