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WM-Qualifikation

Schweizer Pflichtsieg in Luxemburg

Samstag, 10. Oktober 2009, 19:54 Uhr, Aktualisiert 23:57 Uhr

Die Schweiz hat in der WM-Qualifikation einen grossen Schritt Richtung Südafrika gemacht: Sie gewann in Luxemburg mit 3:0. Die Entscheidung um den Gruppensieg fällt am Mittwoch.

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WM-Quali: Luxemburg - Schweiz

Die Schweiz bleibt einen Spieltag vor Schluss Leader der Gruppe 2. Weil die Griechen ihre Partie gegen die Letten mit 5:2 gewannen, fällt die Entscheidung um den Gruppensieg erst am Mittwoch. Holt die Schweiz zuhause gegen Israel mindestens einen Punkt, ist sie direkt für die WM qualifziert. Der Barrage-Platz ist der Schweiz auf keinen Fall mehr zu nehmen.

In Luxemburg wurden die Schweizer Nerven schon früh beruhigt. Bereits nach 8 Minuten führten die Gäste 2:0, nach 22 Minuten stand das Schlussresultat fest. Alle drei Treffer fielen nach Standards und per Kopf.

Es bestand nie die Gefahr, dass sich die letzjährige Blamage (1:2-Heimniederlage) wiederholen würde. Dafür verantwortlich war einer, der zuletzt in das zweite Glied treten musste: Philippe Senderos. Der Arsenal-Söldner, der wegen der Sperre von Stéphane Grichting zusammen mit Steve von Bergen das Innenverteidiger-Duo bildete, sorgte in der 6. und 8. Minute für einen Doppelschlag.

Senderos traf nach Freistössen zweimal per Kopf: Zunächst leistete Alex Frei von der linken, nur wenig später Tranquillo Barnetta von der rechten Seite die Vorarbeit. Auch der 3. Treffer der Schweizer fiel nach einem Standard und durch einen Kopfball: Dieses Mal war die Reihe an Benjamin Huggel. Erneut kam die Vorarbeit von Captain Frei, der den Eckball getreten hatte.

Huggel erzielt das 3:0 per Kopf.

Huggel schreibt Geschichte

Benjamin Huggels 3:0 war ein historisches Tor für den Schweizer Fussball. Der Mittelfeldspieler erzielte das 1000. in der Geschichte der Schweizer Nati.

Dass die Treffer nach Standard-Situationen fielen, war bezeichnend. Aus dem Spiel heraus gelang den Spielern von Ottmar Hitzfeld wenig Erbauliches. In der ersten Halbzeit spielten sie keine einzige Chance heraus, die nicht nach einer Standardsituation entstanden war. Die Flügel Tranquillo Barnetta und Johan Vonlanthen sorgten nicht für den erhofften Zug nach vorne, das Sturmduo Alex Frei und Blaise Nkufo kam nie in Abschlussposition.

Dies änderte sich in der zweiten Halbzeit ein wenig. Die Schweizer verpassten es dennoch, etwas für das Torverhältnis zu tun. Immerhin spielten sie sich nun einige Möglichkeiten heraus: Nach 56 Minuten vergab Frei nach Vorarbeit Nkufos zweimal in bester Abschlussposition. 7 Minuten später wurde Nkufo von Stephan Lichtsteiner schön bedient. Der Twente-Legionär scheiterte jedoch ebenso wie Huggel kurze Zeit später.

Die Schweiz geriet nie in Gefahr, die Führung noch aus der Hand zu geben. Zu harmlos und limitiert waren die Angriffsbemühungen der Luxemburger. Der Schweizer Keeper Diego Benaglio musste erstmals nach einer halben Stunde eingreifen, nachdem Joel Kitenge aus 20 Metern abzog. In der Schlussphase, als die Schweizer etwas nachliessen, boten sich dem Heimteam noch ein paar Chancen zum Ehrentreffer: Jeff Strasser zwang mit einem Freistoss Benaglio zu einer Parade (80. Minute). Kurz vor Schluss sah der GC-Verteidiger zudem seinen Kopfball von Christoph Spycher auf der Linie abgewehrt.

(mos)