Fussball
Super League
Weiterer YB-Schritt Richtung Titel?
Die Young Boys und Zürich nehmen am Mittwoch das zweite Viertel der Meisterschaft in Angriff. Mit einem Sieg im Schlagerspiel der Super League gegen den Meister (ab 20.00 Uhr live auf «SF zwei») könnten die Berner ihre Titelambitionen untermauern.
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Sieben Punkte beträgt der Vorsprung der Young Boys auf die Zürcher nach neun Partien. Dass YB dem Meister und dem FC Basel (10 Punkte Rückstand) nach einem Viertel der Saison schon mehr als bloss eine Nasenlänge voraus ist, überrascht nur wenig. Schon zum Saisonauftakt hatten die Gelb-Schwarzen angedeutet, dass man in der Bundesstadt nicht mehr länger auf einen Titel warten will. 23 Jahre sind genug.
Das Team von Vladimir Petkovic hatte beim Aufgalopp am 14. Juli nach einer spannenden Partie den Letzigrund mit drei Punkten verlassen. Seydou Doumbia war es, der den Bernern eine Viertelstunde vor Schluss vom Elfmeterpunkt aus den 3:2-Sieg gesichert hatte. «Wir hätten dieses Spiel nie verlieren dürfen», so FCZ-Coach Bernard Challandes nach der Partie.
Mit der Qualifikation für die Champions League hat sich der FCZ nun aber das nötige Selbstvertrauen geholt und zudem seit dem 18. Juli (0:3 gegen Xamax) in der Meisterschaft keine Partie mehr verloren. YB dagegen schwächelte zuletzt bei Xamax (ebenfalls 0:3) und tat sich am Wochenende im Cup gegen den Erstligisten Baden beim 3:1 relativ schwer.
Zudem verfügt Zürich mit Johan Vonlanthen über einen Spieler, welcher derzeit über sich hinauswächst. In acht Super-League-Einsätzen traf der 23-Jährige bereits vier Mal, zur erfolgreichen Champions-League-Qualifikation steuerte der Ex-Salzburger drei Treffer bei. Wie hungrig Vonlanthen ist, bewies er am Samstag auch im Cup. Der 39-fache Nationalspieler bat seinen Coach förmlich, gegen den Drittligisten Witikon spielen zu dürfen - und bedankte sich in der ersten Halbzeit mit drei Treffern. Danach wurde er ausgewechselt.
Die Partie gegen YB ist für Vonlanthen eine ganz besondere Begegnung, schliesslich hat der gebürtige Kolumbianer als 16-Jähriger mit den Young Boys sein erstes NLA-Spiel bestritten. In Bern und Umgebung leben seine Familie und Freunde, mit YBs Marco Schneuwly stürmte Vonlanthen bereits als Junior bei Flamatt und Wünnewil.
«Für mich ist das ein Heimspiel», so der Neo-Zürcher. «YB ist ein besonderes Kapitel in meinem Leben.» Dennoch, Vonlanthen will seinem Ex-Verein nichts schenken. «Ich will sicher nicht verlieren!»
Neben dem FC Zürich will sich auch der FC Basel für eine Niederlage revanchieren, welche die «Bebbi» beim Saisonauftakt kassiert hatten. Ausgerechnet gegen Aufsteiger St. Gallen waren die Rot-Blauen damals 0:2 untergegangen.
Für das Team von Thorsten Fink geht es nun darum, den Schwung aus dem Europacup nach dem 2:0-Sieg gegen die AS Roma in die Meisterschaft mitzunehmen. St. Gallen zählt einen Punkt mehr auf dem Konto als die siebtplatzierten Basler. Ein Sieg gegen die Espen wäre für den FCB ein erster Schritt aus der bisherigen Liga-Erfolglosigkeit.
Im dritten Mittwochsspiel treffen GC und Aarau aufeinander. Für beide Mannschaften gab es bisher in der Liga nicht viel zu lachen. GC holte in den letzten drei Partien lediglich einen Punkt und belegt in der Tabelle Rang 8, Aarau trägt die Rote Laterne. Die Aargauer konnten bislang erst einen Sieg bejubeln - diesen allerdings gegen die «Hoppers».
(bon)
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