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US Open

Federer unterliegt im Final Del Potro

Dienstag, 15. September 2009, 3:02 Uhr, Aktualisiert 16.09.2009, 16:28 Uhr

Roger Federer hat den sechsten Sieg in Serie an den US Open verpasst. Der Schweizer unterlag im Final dem starken Argentinier Juan Martin Del Potro nach hartem Kampf mit 6:3, 6:7, 6:4, 6:7, 2:6.

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Zunächst sah alles nach einem klaren Sieg für Federer aus. 6:3 und 5:3 führte der Schweizer, der immer wieder mit glänzenden Passierbällen und guten Netzangriffen brillierte.

Aber Del Potro steigerte sich im Verlauf des zweiten Durchgangs massiv. Mit seiner beeindruckenden Vorhand kam er immer häufiger zum direkten Punktgewinn und realisierte schliesslich beim Stand von 4:5 das Re-Break. Im Tie-Break war Del Potro dann der klar stärkere Spieler. Federer regte sich zuvor stark über ein Verdikt des «Hawk Eyes» auf und verlor für einen Moment die Konzentration. Der Satzausgleich war zu diesem Zeitpunkt verdient, Del Potro war längst nicht mehr der schwächere Spieler.

Der argentinische Herausforderer schien vom Zwischenerfolg zunächst beflügelt. Del Potro schaffte im siebten Game das Break, das Federer jedoch postwendend zum 4:4 konterte. Danach leistete Del Potro seinem Gegenüber Schützenhilfe: Beim Stand von 30:30 schenkte er Federer den Satz mit zwei aufeinanderfolgenden Doppelfehlern. Während der gesamten Pause nach dem Ende des dritten Durchgangs begrub die Weltnummer 6 ihr Gesicht in den Händen.

Doch zu Beginn des vierten Satzes hatte Del Potro die Konzentration wieder gefunden: Dem knapp 21-Jährigen gelang erneut das erste Break, wiederum musste er den Vorteil aber wenig später preisgeben. Diesmal blieb der Argentinier aber cool und kam ohne Mühe ins Tie-Break. Dort revanchierte sich Federer mit einem Doppelfehler gleich zu Beginn für die Geschenke Del Potros im Umgang zuvor - das Mini-Break verhalf dem 1,98-m-Mann schliesslich zum 2:2-Satzausgleich.

Auch im finalen Durchgang war es dem nun deutlich aktiveren Del Potro vergönnt, den ersten Service-Durchbruch zu realisieren. Es sollte die Entscheidung sein in diesem Spiel, das gegen Ende hochklassig und hartumkämpft war. Federer verpasste seinen sechsten US-Open-Titel in Serie gegen einen Kontrahenten, der vor allem am Schluss unwiderstehliches Tennis zeigte. Auf der Gegenseite beweist die Statistik Federers mit 62 unerzwungenen Fehlern, elf Doppelfehlern und nur 50 Prozent ersten Aufschlägen, dass der Weltranglisten-Erste nicht den besten Tag erwischt hatte.

Davon wollte der faire Verlierer Federer aber nach dem Spiel nichts mehr wissen: «Mein Gegner hat heute einfach grossartig gespielt.» Er sei ziemlich entspannt, weil er hier gegen den Besten verloren habe. Del Potro seinerseits zeigte sich von seinen Gefühlen überwältigt: «Mein Ziel war immer, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen und Roger Federer einmal zu schlagen. Nun habe ich beides erreicht. Das ist wie ein Traum».

(fel/koem)