Motorsport
Formel 1
BMW Sauber gerettet!
BMW und Mitbesitzer Peter Sauber haben einen Käufer für das in Hinwil angesiedelte Formel-1-Team gefunden. Kurz zuvor verwehrte die FIA jedoch BMW Sauber den Startplatz für die Saison 2010. Der Motorsport-Weltverband lässt die Tür aber offen.
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Neue Besitzerin ist die Qadbak Investments Ltd, eine in der Schweiz ansässige Stiftung. Dieselbe Organisation sorgte vor kurzer Zeit für Schlagzeilen, als sie den englischen Viertligisten Notts County übernahm und den schwedischen Startrainer Sven-Göran Eriksson verpflichtete.
Der Vertrag zwischen der BMW AG und Qadbak, welche die Interessen von Familien aus dem Mittleren Osten und Europa vertritt, wurde am Dienstag unterzeichnet. Über die Übernahmekosten wurde Stillschweigen vereinbart. Der Kaufpreis soll laut deutschen Agenturen bei rund 80 Millionen Euro liegen, Motor und Getriebe sollen neu von Ferrari kommen. «Damit konnte ein starker Investor für das Team am Standort Hinwil gefunden werden», heisst es in einem Statement von BMW.
Im Rennen um den letzten vakanten Startplatz für die F1-Saison 2010 gab die FIA allerdings überraschend Lotus den Vorzug. Lotus war bereits von 1958 bis 1994 in der Formel 1 und hat mehrere Fahrer-Weltmeisterschaften errungen.
Die FIA hat in einem Communiqué zwar anerkannt, dass BMW Sauber eine hervorragende Bewerbung abgegeben habe. Weil die finanzielle Situation aber noch ungeklärt war, gaben Mosley und Co. Lotus den Vorzug. Kurze Zeit später erfüllte BMW Sauber mit der Bekanntgabe des Übernahmevertrags eine der offenbar noch offenen Bedingungen der FIA.
Die FIA bekräftigte denn auch, dem Sauber-Rennstall sofort einen Platz zu geben, falls einer der drei bereits akzeptierten Neulinge Campos, Manor und USF1 die Anforderungen nicht werde erfüllen können. Dies gilt gemeinhin als sehr wahrscheinlich.
Und auch wenn dieser Fall nicht eintreten würde, gibt es für Sauber noch eine Möglichkeit: Die FIA hat angekündigt, die WM 2010 mit 14 Teams durchführen zu wollen, falls das für das Team um Peter Sauber die letzte Möglichkeit einer Teilnahme wäre. Ein entsprechender Antrag würde so schnell wie möglich an die bestehenden Teams gestellt.
Insgesamt stehen die Chancen also sehr gut, dass auch im nächsten Jahr Sauber-Piloten in der Formel 1 um Punkte fahren werden. «Wie gehen davon aus, dass wir beim Saisonstart dabei sein werden», sagte ein zuversichtlicher Peter Sauber.
Seit dem im Juli bekanntgegebenen Rückzug von BMW per Ende der aktuellen Saison war Teamgründer Peter Sauber auf der Suche nach einem Investor für das Werk in Hinwil. Für die über 400 Mitarbeiter sieht es nun wieder etwas besser aus, auch wenn nicht davon auszugehen ist, dass das Team mit dem gleichen Personalaufwand weiterbetrieben wird.
(si/mum/koem)
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