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Orientierungslauf

Doppeltes Langdistanz-Gold

Sonntag, 23. August 2009, 14:36 Uhr, Aktualisiert 21:23 Uhr

Die Schweizer Orientierungsläufer haben an der WM in Miskolc (Un) ihre Dominanz unter Beweis gestellt. In der Königsdisziplin holte sich bei den Frauen Simone Niggli den Titel, bei den Männern tat es ihr Daniel Hubmann wenig später gleich.

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Langdistanz-WM in Miskolc (un)

Für Niggli, die bereits ihren insgesamt 15. WM-Titel feiern konnte, war es der dritte Podestplatz in Ungarn, nachdem sie über die Mitteldistanz und im Sprint jeweils Bronze geholt hatte. Zusätzlich wird sie dieser Titel über ihren Lapsus und den dadurch vergebenen Podestplatz in der Staffel hinwegtrösten.

Die 31-jährige Bernerin liess den Konkurrentinnen mit einem nahezu perfekten Lauf keine Chance. Die zweitplatzierte Norwegerin Marianne Andersen verlor 1:51 Minuten auf die fünffache Europameisterin, die drittklassierte Finnin Minna Kauppi 2:10. Niggli lag schon bei der ersten Zwischenzeit nach 2,6 von 11,8 Kilometern vorne, nach 8,6 km betrug ihr Vorsprung bereits 1:54.

Damit krönte Niggli ihr eindrückliches Comeback nach der letztjährigen Baby-Pause. «Die erste Goldmedaille als Mami, das ist wunderschön», freute sich die Schweizer Sportlerin der Jahre 2003, 2005 und 2007, die zum fünften Mal Langdistanz-Weltmeisterin wurde.

Angela Wild und Caroline Cejka klassierten sich mit rund zwölf Minuten Rückstand auf Niggli-Luder auf den Plätzen 21 und 26.

Mit dem Sieg in der Langdistanz der Männer verteidigte Daniel Hubmann seinen vor Jahresfrist in Tschechien erzielten WM-Titel. Zwar lag der 26-jährige Thurgauer bei der ersten Zwischenzeit nach 3,6 von 17,5 km erst im 3. Zwischenrang, danach drehte er jedoch auf. Einzig der französische Mitteldistanz-Weltmeister Thierry Gueorgiou konnte mit einem Rückstand von 1:55 Minuten einigermassen mit dem Weltranglisten-Ersten mithalten.

Nach Silber in der Mitteldistanz, Bronze im Sprint sowie Gold in der Staffel durfte Hubmann bereits seine vierte WM-Medaille in Empfang nehmen. «Ich habe gewusst, dass mir das Gelände liegt», erklärte der Gesamtweltcup-Sieger des vergangenen Jahres.

Die Schweizer waren klar die stärkste Nation in Miskolc. Drei Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen lautet die eindrückliche Bilanz. Damit haben die Schweizer so viele Podestplätze wie noch nie an Welttitelkämpfen erreicht - bislang waren acht die Bestmarke gewesen.

Frauen: 1. Simone Niggli (Sz) 1:17:26. 2. Marianne Andersen (No) 1:51. 3. Minna Kauppi (Fi) 2:10. 4. Dana Brozkova (Tsch) 2:21. 5. Linnea Gustafsson (Sd) 3:22. 6. Anne Margrethe Hausken (No) 4:24. 7. Anni-Maija Fincke (Fi) 5:04. 8. Helena Jansson (Sd) 6:00. 9. Eva Jurenikova (Tsch) 6:22. 10. Galina Winogradowa (Russ) 6:44. -- Ferner: 21. Angela Wild (Sz) 11:57. 26. Caroline Cejka (Sz) 12:49.

Männer: 1. Daniel Hubmann (Sz) 1:36:31. 2. Thierry Gueorgiou (Fr) 1:55 zurück. 3. Michail Mamlejew (It) 4:09. 4. Mats Haldin (Fi) 5:26. 5. Dimitri Tswetkow (Russ) 5:56. 6. Emil Wingstedt (Sd) 6:08. 7. Olav Lundanes (No) 6:52. 8. Anders Nordberg (No) 6:56. 9. Graham Gristwood (Gb) 7:18. 10. Baptiste Rollier (Sz) 7:35. Ferner: 12. Marc Lauenstein (Sz) 7:40. 14. Matthias Merz (Sz) 9:05.

(si/gon)