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Tennis

ATP Montreal

Federer vergibt sichergeglaubten Sieg!

Freitag, 14. August 2009, 21:05 Uhr, Aktualisiert 15.08.2009, 23:19 Uhr

Roger Federer hat im Viertelfinal des ATP-1000-Turniers in Montreal gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga auf unnötige Art und Weise verloren. Die Schweizer Weltnummer 1 vergab im Entscheidungssatz eine 5:1-Führung.

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Montreal: Federer - Tsonga

Roger Federer unterlag der Nummer 7 der Setzliste mit 6:7 (7:5), 6:1, 6:7 (3:7). Während die Weltnummer 1 im Auftaktsatz einige Mühe bekundete und im Tie-Break verlor, gelang Tsonga im zweiten Satz kaum etwas wunschgemäss. Der Franzose lag schon nach wenigen Minuten 0:3 zurück, ehe er sich wegen Schmerzen im Schlagarm medizinisch behandeln lassen musste.

Doch auch die kurze Pause half Tsonga nicht weiter. Weil sein Spiel nun überhastet und fehleranfällig war, entschied Federer den zweiten Umgang mit 6:1 für sich und führte auch im Entscheidungssatz nach kurzer Zeit mit 5:1. Allerdings war stets augenscheinlich, dass das klare Zwischenresultat mehr mit der Schwäche des Herausforderers zu tun hatte, denn mit Federers spielerisch dürftiger Leistung.

Schliesslich besann sich Tsonga doch noch einmal seines gefälligen Spiels aus dem ersten Satz und brachte den allzu passiven Federer damit prompt aus dem Konzept. Der Baselbieter war gegen den nun aufkommenden Gegner nicht mehr in der Lage auf ein aggressivere Taktik umzustellen und verlor fünf Games in Serie.

Als Tsonga beim Stand von 6:5 drei Matchbälle vergab - einen davon wehrte Federer mit einem Netzroller ab - schien der 15-fache Grand-Slam-Sieger den Kopf doch noch aus der Schlinge ziehen zu können. Doch auch im Tie-Break fand er die Lösung nicht und beendete den Match am Ende sinnbildlich mit einem Doppelfehler.

Tsonga umschrieb sein Erfolgsrezept nach der unglaublichen Aufholjagd gegen die Weltnummer 1 ganz simpel: «Ich dachte mir, ich muss den Ball einfach einmal häufiger übers Netz bringen als er».

«Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist», meinte Federer nach dem zweiten Duell mit Tsonga lakonisch. «Ich hätte den ersten Satz gewinnen sollen, denn Tsonga verlor sein Spiel während dem zweiten und fast dem ganzen dritten Satz komplett.» Federer, der erstmals nach 21 Spielen wieder als Verlierer vom Court ging, konnte seine Enttäschung nicht verbergen: «Ich wollte das Turnier gewinnen.»

(koem/rst)