Fussball
Super League
St. Gallen entzaubert Basel
St. Gallen hat zum Saisonstart für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Der Aufsteiger gewann gegen Titelaspirant Basel völlig verdient mit 2:0 und vermieste Thorsten Fink das Debüt auf der FCB-Trainerbank. Bellinzona und Xamax teilten die Punkte.
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In der mit 19'500 Zuschauern vollbesetzten Arena St. Gallen hatten die Gäste aus Basel in der torlosen ersten Hälfte mehr Ballbesitz - gefährlicher vor dem Tor war aber das Heimteam. Doch Koubsky setzte in der 40. Minute eine Flanke mit dem Kopf über das Tor.
In der 51. Minute sorgte St. Gallens überragender Neuzugang Mario Frick für die Führung. Der Liechtensteiner löste sich im entscheidenden Moment von Basel-Verteidiger Ferati und verwertete eine präzise Hereingabe von Zé Vitor zum 1:0.
Die Entscheidung fiel in der 82. Minute. St. Gallens Moreno Costanzo trat rund 20 Meter vor dem Tor einen Freistoss - und zirkelte ihn herrlich über die Mauer ins hohe linke Eck. Basel-Hüter Franco Costanzo kam nicht mehr an den Ball heran.
Eine Minute später gingen bei Nati-Spieler Benjamin Huggel die Nerven durch. Der defensive Basler Mittelfeldspieler stiess St. Gallens Càceres zu Boden und sah für diese Tätlichkeit von Schiedsrichter Busacca die rote Karte. St. Gallen, das damit zumindest bis zum Schlager FCZ - YB vom Dienstag an der Tabellenspitze liegt, brachte den Sieg sicher über die Runden.
Auch im zweiten Sonntagsspiel wurde eine prominente Figur des Feldes verwiesen: Bellinzonas Trainer Marco Schällibaum musste die letzten elf Minuten auf der Tribüne verbringen. Er sah zu, wie sich sein Team von Xamax 1:1 trennte.
Ciarrocchi hatte die Tessiner nach 18 Minuten in Führung gebracht, nachdem die Neuenburger Abwehr den Ball nicht weggebracht hatte. Wenn der Stürmer, der Gaspar vorgezogen wurde, nicht getroffen hätte, hätte Schiedsrichter Laperrière wohl auf Elfmeter entschieden: Sekundenbruchteile zuvor hatte Xamax-Verteidiger Besle den Ball mit dem Arm abgewehrt.
Xamax steigerte sich nach der Pause und kam durch Gavranovic zum verdienten Ausgleich. Der Angreifer traf volley nach 57 Minuten. Er war damit effizienter als Stürmerkollege Brown, der zwei hochkarätige Chancen nicht verwerten konnte. Bei Xamax war der lettische Neuzugang Kostjuks noch nicht spielberechtigt.
(boe)
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