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Federer Special

French Open

Roger Federer - der Beste aller Zeiten

Sonntag, 7. Juni 2009, 17:14 Uhr, Aktualisiert 14.09.2009, 16:04 Uhr

14 Grand-Slam Titel. Fünfmal Wimbledon gewonnen, fünfmal in New York triumphiert, dreimal in Melbourne nicht zu schlagen. Und jetzt die Vollendung des «Karriere-Slam» mit dem Sieg in Paris: Roger Federers Palmarès ist in der Tennis-Geschichte einmalig!

Roger Federer nach dem Paris-Triumph.
Roger Federer nach dem Paris-Triumph. (reuters)

Es wurde viel über Roger Federer geschrieben in den letzten Wochen und Monaten: Der Stern des Schweizers sei am Sinken. Die grossen Zeiten des Baselbieters gehörten der Vergangenheit an. Rafael Nadal, aber auch Andy Murray und Novak Djokovic seien besser als die langjährige Weltnummer 1.

Und jetzt Paris: Djokovic schied in der 3. Runde aus, Nadal im Achtel-, Murray im Viertelfinal. Und Federer? Der gescholtene Star kämpfte sich bis in den Final, gewann auf dem Weg dorthin zwei Fünfsatz-Spiele, siegte im Endspiel und stellte weitere Bestmarken auf: 20 Grand-Slam-Halbfinals in Serie (unglaublich!) und der 14. Grand-Slam-Titel!

Die Grand-Slam-Rekordmarke teilt sich Federer noch mit Pete Sampras. Dennoch ist die Leistung Federers höher einzustufen, denn der US-Star siegte lediglich auf Hart- und Rasenplätzen – auf dem Pariser Sand vermochte er nie zu gewinnen.

Roger Federer aber ist nach dem Briten Fred Perry, den Australiern Rod Laver und Roy Emerson sowie den US-Spielern Don Budge und Andre Agassi der sechste Spieler, der alle vier Majors zu gewinnen vermochte. Federer und Agassi mussten dabei in der Tennis-Neuzeit auf drei Unterlagen siegen, das Quartett aus früheren Zeiten «nur» auf Rasen und Sand.

Bei den meisten der Grand-Slam-Titel war Federer mit Leichtigkeit zum Triumph durchmarschiert. Hart kämpfen musste er selten, die Siege wurden in den Augen der Öffentlichkeit – nicht aber in den Augen Federers - zur Selbstverständlichkeit. An den French Open 2009 war das anders: Federer zeigte Schwächen, musste an die Grenzen seines Leistungsvermögen gehen und wurde dadurch menschlicher. Auch Künstler müssen manchmal arbeiten.

Federers Popularität ist damit noch gestiegen. Alle wünschten ihm in der französischen Metropole den Sieg, die Fans, aber auch seine Konkurrenten auf dem Platz. Alle wollten sie sehen, wie Tennis-Geschichte geschrieben wird. Federer hat ihnen diesen Wunsch erfüllt.

(ros)