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Von Siegern und Verlierern

Montag, 11. Mai 2009, 19:27 Uhr, Aktualisiert 19:29 Uhr

Wussten Sie, dass Ilja Kowaltschuk zum wertvollsten Spieler der vergangenen Eishockey-WM in der Schweiz gekürt wurde? Und war Ihnen klar, dass Österreich das beste Boxplay spielte? Eine Reise durch die Statistiken dieser WM.

Kowaltschuk, Nummer 71 der Russen, küsst Gold.
Kowaltschuk, Nummer 71 der Russen, küsst Gold. (reuters)

Der «Most Valuable Player (MVP)» des vergangenen Turniers heisst wenig überraschend Kowaltschuk. Der NHL-Superstar der Atlanta Thrashers ist zugleich auch der einzige Russe im All-Star-Team.

Zweitbester Skorer

In der Skorerliste wird Kowaltschuk mit 14 Punkten (5 Tore/9 Assists) zwar «nur» auf Rang zwei geführt, doch für die WM-Organisatoren in Bern und Kloten war der 26-Jährige der überragende Spieler des Turniers. Der Russe mit dem schnellen Antritt und der fantastischen Technik führte sein Land mit Doppeleinsätzen zum Finalsieg gegen Kanada.

Drei Kanadier im «All-Star-Team»

Final-Verlierer Kanada verpasste zwar den Titel, zählt dafür gleich drei Spieler im All-Star-Team: Der schussstarke Verteidiger Shea Weber sowie die beiden Stürmer Martin St. Louis, seines Zeichens mit 15 Punkten der Topskorer des Turniers, sowie die 19-jährige Neuentdeckung Steve Stamkos.

Das «Team der WM» ergänzen Schweden-Verteidiger Kenny Jönsson und Weissrusslands Keeper Andrej Mesin. Jönsson führt die Plus/Minus-Statistik klar an (+13), Mesin liegt in der Statistik der gehaltenen Schüsse mit 94,77 Prozent gehaltener Schüsse auf Rang zwei (hinter Kanadas Cris Mason).

Kanada und Österreich top

«Strafenkönig» des Turniers ist mit 33 Strafminuten der Amerikaner David Backes. Der Verteidiger ist dem Schweizer Publikum wegen seinem brutalen Check gegen Julien Sprunger bestens bekannt. Das beste Powerplay-Team des Turniers stellte Kanada, über das beste Unterzahl-Spiel verfügte Absteiger Österreich.

Bullys sind Schweizer Spezialität

Wo bleiben da die Schweizer? Nur in der Bully-Statistik tauchen die Namen der «Eisgenossen» vorne auf. Lugano-Stürmer Romano Lemm belegt in dieser Statistik mit 67,65 Prozent gewonnener Bullys den dritten Platz, Martin Plüss (62,68 Prozent) und Sandy Jeannin (59,82 Prozent) die Ränge sechs und sieben.

Brutal offenbart die Statistik der Abschlusseffizienz die Schwäche der Schweiz: Lediglich 12 von 208 Schüssen fanden den Weg ins gegenerische Gehäuse, das ist eine Quote von 5,77 Prozent und bedeutet Rang 13 von 16. Zum Vergleich: Weltmeister Russland führt diese Statistik mit einer Quote von 15,02 Prozent an. (rst)

All-Star-Team der WM

Goalie: Andrej Mezin (WRuss)

Verteidiger: Shea Weber (Ka) und Kenny Jönsson (Sd)

Stürmer: Ilja Kowaltschuk (Russ), Martin St. Louis (Ka) und Steve Stamkos (Ka)

Most Valuable Player MVP: Ilja Kowaltschuk (Russ)

Statistiken nach allen 56 WM-Spielen

Plus/Minus:
1. Kenny Jönsson (Sd) +13. 2. Stamkos +9. 3. Kowaltschuk +8. Ferner: Félicien Du Bois (Sz) und Mathias Seger (Sz) je +2.

Gehaltene Schüsse der Torhüter (mind. 1 Spiel):
1. Chris Mason (Ka) 240 Minuten gespielt/96,49 Prozent gehaltene Schüsse. 2. Andrej Mesin (WRuss)314/94,77. 3. Dwayne Roloson (Ka) 304/93,04. Ferner: 14. Martin Gerber (Sz) 363:54/89,55.

Bully:
1. Michal Macho (Slk) 75 Prozent gewonnene Bullys (+3/-1). 2. Peter Olvecky (Slk) 69,09 (38/17). 3. Romano Lemm (Sz) 67,65 (23/11).

Strafen:
1. David Backes (USA) 33 Minuten. 2. Benoit Quessandier (Fr) 31. 3. Janos Vas (Un) und Witali Wischnewski (Russ) je 29. Ferner: Yannick Weber (Sz) 8.

Abschlusseffizienz:
1. Russland 15,02 (273 Schüsse aufs Tor/41 Tore). 2. Schweden 13,67 (278/38). 3. Kanada 12,84 (335/43). Ferner: 13. Schweiz 5,77 (208/12).

Powerplay (Erfolgsquote in Prozent):
1. Kanada 41,30. 2. Russland 28,26. 3. Finnland 26,67. Ferner: 7. Schweiz 19,44.

Unterzahlspiel (Erfolgsquote in Prozent):
1. Österreich 91,67. 2. Kanada 89,36. 3. Deutschland 87,50. Ferner: 7. Schweiz 83,87.