Eishockey
Schweizer Nationalmannschaft
WM für die Schweiz vorbei
Die Schweiz hat es nicht geschafft, gegen die USA die geforderten drei Punkte einzufahren und ist an der Heim-WM ausgeschieden. Ein 4:3-Sieg nach Verlängerung reichte den Eidgenossen nicht zur Viertelfinal-Qualifikation.
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Begonnen hatte die Partie für das Team von Ralph Krueger mit einem Dämpfer. Julien Sprunger musste nach einem brutalen Check von US-Stürmer David Backes mit Verdacht auf Nackenverletzungen mit der Bahre vom Eis geführt werden.
Das Team zeigte eine gesunde Reaktion: Andres Ambühl brachte die Heimmannschaft in der 10. Minute in doppelter Überzahl in Führung. Die «Eisgenossen» retteten diesen 1:0-Vorsprung in die erste Drittelspause, obwohl sie vor dem Ende des ersten Abschnitts selbst zu dritt gegen fünf Amerikaner auf dem Eis standen.
Im Mitteldrittel gaben die Schweizer dann die Partie aus der Hand. Zu viele unnötige Strafen sorgten dafür, dass die Rot-Weissen den Spielfluss komplett verloren. In der 26. Minute sass Thierry Paterlini auf der Strafbank als Ronald Hainsey zum Ausgleich traf.
Romano Lemm (32.) brachte die Schweizer nach perfekter Vorarbeit von Sandy Jeannin wieder in Führung, ehe Christopher Higgins für das US-Team erneut ausglich. Der sonst souveräne Martin Gerber hatte sich zwischen Fanghandschuh und Schoner erwischen lassen und sah beim Gegentreffer nicht gut aus. Der Ausgleich war umso ärgerlicher, als dass Thomas Ziegler neun Sekunden zuvor nur den Pfosten getroffen hatte. Kurz vor Drittelsende brachte Ron Hainsey die Amerikaner erstmals in Führung. Die Schweiz agierte dabei erneut in doppelter Unterzahl.
Martin Plüss erzielte zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit nach einem Konter den verdienten Ausgleich. Mehr gelang den Schweizern aber bis zur Sirene nicht mehr. Auch mit sechs Feldspielern fiel der angestrebte Siegtreffer vorerst nicht.
Symptomatisch dann das Ende des Spiels. Gerade mal 13 Sekunden waren in der Verlängerung gespielt, als Roman Wick herrlich ins hohe Eck traf und die Schweiz damit zum Sieg schoss. Ein Siegtreffer, der genau diese 13 Sekunden zu spät kam. Die WM ist für die Schweiz vorbei und es ist erst das zweite Mal seit 2003, dass das Krueger-Team nicht in die Viertelfinals vorstösst,
«Das ist sehr bitter», sagte Captain Mark Streit unmittelbar nach dem Spiel. Man habe die Partie im Mitteldrittel verspielt. «Die Viertelfinal-Qualifikation haben wir rückblickend wohl gegen Lettland vergeben», meinte Martin Plüss. «Irgendwie hat in jedem Spiel etwas gefehlt», so der mit drei Toren bester Schweizer Torschütze des Turniers. «Nichts hat gepasst», sagte Coach Ralph Krueger zum Verfehlen des Minimalziels.
Die Viertelfinalisten aus der Zwischenrunden-Gruppe E heissen also Russland (gegen Weissrussland), Schweden (gegen Tschechien) , USA (gegen Finnland) und Lettland (gegen Kanada). (bon)
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