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ATP Rom

Federer scheitert erneut an Djokovic

Samstag, 2. Mai 2009, 13:37 Uhr, Aktualisiert 03.05.2009, 0:24 Uhr

Roger Federer muss weiter auf den ersten Sieg gegen einen Top-4-Spieler seit den US Open 2008 warten: Der Schweizer verlor den Halbfinal des ATP-1000-Turniers in Rom gegen Novak Djokovic mit 6:4, 3:6 und 3:6.

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Tennis: Federer scheitert erneut an Djokovic

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Wie bereits Anfang April in Miami, als Federer nach einem erfolgreichen Startsatz einbrach und in drei Sätzen gegen Djokovic verlor, gab der Schweizer auch in Rom eine Führung preis. Nach 130 Minuten verwertete der Serbe seinen zweiten Matchball zum vierten Sieg gegen Federer.

Dabei begann die Partie für Federer ausgezeichnet: In einem sehr ausgeglichenen Startsatz reichte ihm ein Break zum 5:4 zum Satzgewinn. Bis die Partie in der Mitte des zweiten Satzes beim Stande von 2:1 für Federer wegen Regens für eine Stunde unterbrochen werden musste, liess Federer seinem Kontrahenten keine Break-Chance zu. Er hatte die Begegnung scheinbar unter Kontrolle.

Nach dem Unterbruch jedoch passte bei Federer nicht mehr viel zusammen: Der Schweizer brachte zwar seinen Aufschlag nochmals durch, musste jedoch anschliessend fünf Games in Serie abgeben. Selbiges wiederholte sich im dritten Durchgang. Federer erwischte den besseren Start, führte früh mit Breakvorsprung, ehe er in seinem 100. Karriere-Halbfinal einbrach und erneut fünf Games in Serie kassierte.

«Der Regen kam für Djokovic zum richtigen Zeitpunkt», sagte Federer nach seiner sechsten Niederlage (bei 21 Siegen) in diesem Jahr, «er hatte plötzlich mehr Energie und spielte besser.» Im Gegensatz zu Djokovic, der nach der Wiederaufnahme der Partie geduldiger agierte und sich besser bewegte, schlichen sich in Federers Spiel vermehrt Fehler ein. Die Sicherheit, die den Schweizer zuvor ausgezeichnet hatte, war weg. «In den wichtigen Momenten liess mich der Aufschlag im Stich», so Federer.

Das brutale Verdikt nach 130 Minuten: Federer kann gegen Top-4-Spieler einfach nicht mehr gewinnen. Letztmals gegen einen Spitzen-Spieler gewann Federer an den vergangenen US Open (im Halbfinal gegen Djokovic, im Final gegen Murray). Zudem wartet der 27-Jährige seit Sommer 2007 und dem Sieg in Cincinnati auf einen Gewinn eines ATP-1000-Turniers (früher: Masters Series).

Eine weitere Statistik spricht ebenfalls gegen Federer: In diesem Jahr hat der Baselbieter vier von fünf Halbfinals verloren und noch keinen Turniersieg errungen. Nach dieser Niederlage gerät nun auch der zweite Platz des Schweizers in der Weltrangliste in Gefahr. Nach seinen letztjährigen Finalteilnahmen in Hamburg und am French Open hat der Schweizer in den nächsten Wochen 2100 Punkte zu verteidigen.

Trotz der erneuten Niederlage in einem wichtigen Spiel hielt sich die Enttäuschung des Schweizers aber in Grenzen. «Das harte Training hat sich ausbezahlt, ich habe Fortschritte erzielt.» Mit der Steigerung gegenüber Monte Carlo (Achtelfinal-Out) sei er jedoch zufrieden, so Federer, der nun in die Schweiz zurückreist. Als letzte Vorbereitung im Hinblick auf das French Open, das erklärte Ziel in diesem Frühjahr, bestreitet er übernächste Woche das ATP-1000-Turnier in Madrid.

Im Final vom Sonntag trifft Djokovic auf «Sandkönig» Rafael Nadal. Die Weltnummer 1 liess dem Chilenen Fernando Gonzalez keine Chance und siegte in 75 Minuten mit 6:3 und 6:3. Djokovic strebt nach seinem Triumph in Dubai in der italienischen Hauptstadt den zweiten Turniersieg des Jahres und somit die erfolgreiche Titelverteidigung an. Djokovic kämpft in diesem Spiel auch um seine Position in der Weltrangliste: Verliert der Serbe, überholt ihn vorübergehend der Brite Andy Murray. (rst)