Ski alpin
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Albrecht: «Ein wichtiger Tag für mich»
Daniel Albrecht hat zum ersten Mal nach seinem Horrorsturz im Januar öffentlich Stellung zu seinen gesundheitlichen Fortschritten genommen: «Ich bin glücklich, wieder hier zu sein. Und ich will wieder Skirennfahrer werden!»
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Am 22. Januar verunfallte der Walliser im Training zur Abfahrt in Kitzbühel und wurde zuerst auf der Intensivstation des Universitätsspitals von Innsbruck behandelt. Nach über zwei Wochen im Koma konnte Albrecht am 15. Februar ins Inselspital Bern überführt werden, wo beim Patienten zuletzt in wöchentlich rund 30 Stunden das Schädel-/Hirntrauma therapiert werden konnte.
«Bei den letzten Tests lagen Daniel Albrechts Werte im Normbereich. Der neurologische Teil der Rehabilitation ist damit abgeschlossen. Ich gehe davon aus, dass keine langfristigen Folgen bleiben werden», so der behandelnde Arzt Dr. René Müri.
Albrecht hat seit dem Unfall über zehn Kilogramm an Körpergewicht abgenommen, doch in den letzten Wochen auch wieder viel an Zuversicht gewonnen. Albrecht wurde von Dutzenden von Journalisten, Fotografen und TV-Teams mit Applaus begrüsst: «Ich bin froh, wieder hier zu sein! Ich möchte mich bei so vielen Menschen bedanken, die mich unterstützt haben. Insbesondere auch bei den Ärzten, die dafür gesorgt haben, dass ich so rasche Fortschritte machen konnte.»
Im Interview mit Moderator Matthias Hüppi betonte der stets erleichtert und glücklich wirkende Albrecht, wie viel ihm dieser Moment bedeute: «Es ist ein sehr wichtiger Tag für mich, denn ich werde heute entlassen. Ich bin damit sozusagen wieder 'gesund'.» An den Unfall könne er sich nach wie vor nicht erinnern: «Ich kann die Bilder anschauen, habe aber das Gefühl, das sei gar nicht ich. Die Verbindung fehlt völlig. Auch an die ersten Tage nach dem Aufwachen habe ich jetzt keine Erinnerung mehr.»
Albrecht sagte, dass er es sofort akzeptiert habe, dass er von null beginne: «Ich habe mich im Spiegel angeschaut und gesehen, dass ich etwas dünn bin. Dann habe ich versucht eine Liegestütze zu machen und keine einzige zustande gebracht. Aber das habe ich einfach hingenommen.»
Daniel Albrecht hat die Stiftung «Never give up» ins Leben gerufen - damit möchte der Ski-Star anderen Hirnverletzten helfen. Seine Rückkehr in den Ski-Zirkus sieht er realistisch: «Ich bin jetzt wieder ein Nachwuchsathlet und muss mich nach oben arbeiten. Ich werde alles dafür tun, wieder Ski-Profi zu werden. Aber ich weiss, dass es möglicherweise nicht mehr reicht. Ich nehme Schritt für Schritt.» In den nächsten Wochen will er in der Reha-Klinik in Leukerbad auf sein Comeback hinarbeiten. (si/koem)
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